Nach dem Freitagabendtraining trafen sich Trainer Marcel Baumann und Sigi Karrer zum kleinen Kabinen-TALK mit einer kurzen Vorschau auf die kommende Begegnung.
„Moin Marcel, das Spiel in Roigheim gegen den TSV Tauberbischofsheim ist für mich irgendwie schwierig einzuordnen. War Tauber eine klar bessere Mannschaft, oder waren wir dieses Mal nicht so spielfreudig und haben uns deshalb weniger Chancen erspielt als sonst. Doch bin ich auch der Meinung, man kann weder das eine, noch das andere so einfach in den Raum stellen. Zugegebenermaßen hatten wir am Sonntag einige, bislang nicht bekannte, Schwächen im Abwehrverhalten. Wir wurden ein ums andere Mal überlaufen, kamen in Nöte und mussten in der Konsequenz dann gelbe Karten in Kauf nehmen. Aus zwei Freistößen fiel je ein Tor, das erste über den Umweg eines ungedeckten Mitspielers in Strafraumnähe, und schließlich das 1:2 in der 67. Minute durch einen direkt eingeschossenen Freistoß.
Waren wir im Abwehrbereich zu laufschwach, oder hatten das falsche Stellungsspiel, dass aus zwei Standards dann die ersten beiden Gegentore fielen, oder wie sieht der Trainer den Spielverlauf?
Servus Sigi, am Wochenende haben wir uns einfach zu viele „Fehler“ erlaubt, die von diesem Gegner dann einfach ausgenutzt werden. Da kommt dann noch eine individuelle Qualität hinzu, die dann den Unterschied macht. Im Endeffekt hätte es den identischen Spielverlauf wie gegen Mosbach geben können, ohne die angesprochenen Kleinigkeiten (unnötige Foulspiele, Aufbaufehler ohne Gegnerdruck, oder zu früh auf den Boden zu gehen, …), dafür ist aber das 1:2 zu schnell gefallen. Gerade in dieser Phase war das Momentum eigentlich bei uns.
Taktisch muss ich aber auch unseren Spielern das ein oder andere Foul zugestehen, sonst sprechen wir nach dem Spiel wieder davon, ob wir das Foul hätten ziehen müssen. Trotz des Doppelschlags Mitte der zweiten Halbzeit sind wir aber wieder zurückgekommen (2:3 durch Nico). Natürlich löst du bei diesem Spielstand zum Ende der Begegnung deinen Defensivverbund auf und verstärkst deine Offensive. Leider haben wir direkt bei der ersten Aktion danach das 2:4 kassiert. Gegentore sind immer schlecht, aber an diesem Tag sind sie zu sehr unglücklichen Zeitpunkten, vor unseren geplanten Wechseln gefallen, wodurch dieses wieder unpassend schienen.
Grundsätzlich war ich mit unserer Einstellung und Präsenz auf dem Feld einverstanden. Wir haben Tauber viel abverlangt, was man auch an der Anzahl an Verwarnungen (6 gelbe Karten) sehr gut sieht. Leider ist auch die vor dem Spiel angesprochene Stärke des gegnerischen Keepers zur Geltung gekommen. Nicht nur auf der Linie hatte Philipp drei Weltklasse-Paraden, die in dieser Klasse nur wenige so parieren. Wir haben Tauber hoch zugestellt und zwangen sie so zu vielen langen Bällen, was eher ungewöhnlich für ihr Spiel ist. Leider hat Philipp fast jede Kugel punktgenau angebracht und so die gegnerischen Angriffe als Keeper eingeleitet.
Nun bestreiten wir die letzten beiden Spielen vor der Winterpause auswärts, auf fremdem Terrain. Sprich, das letzte Spiel bestreiten wir in Grünsfeld und beim nächsten, am kommenden Sonntag, sind wir in Lauda zu Gast. In der LL-Saison 23/24 hatten wir an einem trüben Samstagnachmittag Mitte November mit einem Lucky Punch von Vintojak durch das 0:1 alle drei Punkte entführen können (im Rückspiel leider 0:5 verloren). Aktuell rangiert der FV Lauda, trotz ebenfalls einer Niederlage am letzten Wochenende mit auch 4 Gegentreffern, mit dem 5. Tabellenplatz im guten oberen Tabellendrittel. Bis dato hat Lauda 3x mit nur 1:0 gewonnen, gegen FV Mosbach 1:1 gespielt und unlängst mit 0:1 gegen Grünsfeld verloren. Sie haben quasi das gleiche Torverhältnis wie wir mit 24:27 Toren (VfB 23:27). Sicher wird Jan am Wochenende wieder zur Verfügung stehen, darf man hoffen, dass dies eventuell bei Christoph, oder wohl eher bei Kenneth auch der Fall ist.
Wie sehen eure Planungen für die bevorstehende Begegnung gegen den FV Lauda aus?
Lauda spielt bisher eine sehr konstante Saison und hält Anschluss zu den Top 3. Goran (Jurjevic) trifft regelmäßig und mit Julian (Schmidt) haben sie wie Tauber ebenfalls einen top Keeper auf dem Feld. Ihn haben wir bereits als C-Jugendspieler bei der 1. Mannschaft mit trainieren lassen. Auch er wird sportlich noch einen tollen Weg vor sich haben. Beim FV hatte ich eine großartige Zeit, sowohl als Spieler, wie auch als Trainer und erinnere mich gern an diese Zeit zurück. Zur taktischen Herangehensweise möchte ich noch nicht zu viel verraten, aber nachdem wir zum ersten Mal in dieser Saison vier Gegentreffer kassiert haben, tun wir gut daran, den Fokus auf unserer defensiven Stabilität zu legen. Personell werden wir etwas rotieren, möchte aber die Eindrücke der Trainingseinheit am Freitag abwarten.
Ob Christoph rechtzeitig fit wird, können wir erst am Sonntag sagen. Jan ist nach seiner einwöchigen Sperre wieder im Kader. Bei mir persönlich kann ich es leider auch erst am Spieltag sagen. Ich habe mir beim Spiel gegen Tauberbischofsheim Mitte der ersten Halbzeit den kleinen Zeh gebrochen und bin die ganze Woche schon in Adiletten unterwegs 😊. Ansonsten sollten wir aus dem Vollen schöpfen können.
Nun mal etwas nicht ganz so Ernsthaftes, doch halbwissenschaftlich habe ich eine relativ ungewöhnliche, wie auch sicher eine wohl nicht mehr allzu lange und beständige Serie aus unseren letzten Spielen ausfindig gemacht. Und zwar, haben wir seit dem 8. Spieltag, dem 26. September, folgende Serie, mit: Niederlage – Sieg – Unentschieden.
19.10. – Niederlage (2:0 in Diedesheim) 26.10. – Sieg (3:0 gg Tauberhöhe) 02.11. – Unentschieden (1:1 in Oberwittstadt)
09.11. – Niederlage (2:4 gg Tauberbischofsheim) Dem Gesetz der Serie zufolge müssten wir nun vor der Winterpause noch folgendermaßen spielen: 16.11. – Sieg (in Lauda) 23.11. – Unentschieden (in Grünsfeld) Das könnte man doch zum Jahresende hin unterschreiben. Nun, wie ich dich kenne, wirst Du wohl verständlicherweise, darauf wenig geben.
Wie lautet deine Prognose für unsere beiden letzten Begegnungen vor der Winterpause?
Würde ich in unserer aktuellen Situation tatsächlich unterschreiben, auch wenn ich grundsätzlich immer gewinnen möchte 😊. Denn, wenn wir uns die Tabelle genau anschauen, werden es zur Winterpause sicherlich nicht mehr die aktuell 8 Punkte auf den Relegation-, gleichzeitig den Abstiegsplatz sein, sollten wir nicht mehr punkten!
Wir haben zwei extrem schwere Auswärtsspiele im Taubertal vor der Brust, sollten diese aber positiv und zuversichtlich angehen. In der laufenden Saison haben wir bewiesen, dass wir auch, oder gerade gegen diese Teams gut und attraktiv spielen können.
Wie immer, vielen Dank für Deine Antworten und erneut wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel in und gegen Lauda!
Die 1. Mannschaft bestreitet das letzte Heimspiel vor der Winterpause am kommenden Sonntag in Roigheim. Die 2. Mannschaft spielt am Sonntag ebenfalls in Roigheim, das letzte Heimspiel, dann zwei Wochen später allerdings in Leibenstadt.
Sonntag, 9. November,
12.30 Uhr, 12. Spieltag KK A in Roigheim SpG Lbs 1/Sen 2 – TSV Höpfingen 2, 1:1 (0:1)
14.30 Uhr, 14. ST Landesliga in Roigheim VfB Sennfeld – TSV Tauberbischofsheim 2:4 (0:1)
sk / Schwungvoll kamen die Gäste aus Tauberbischofsheim ins Spiel und erzwangen sich gleich in der 1. Spielminute einen Eckball. Auch im weiteren Spielverlauf bestimmten die Taubertäler das Spielgeschehen und man konnte zweifelsohne erkennen, dass man es mit einer Mannschaft aus der Spitzengruppe der Tabelle zu tun hatte. So nach und nach kamen dann aber auch die Gastgeber besser ins Spiel und gestalteten das Spiel ebenbürdig. Doch in eben dieser Phase konnte Tauberbischofsheim in der 28. Minute nach einem Freistoß aus der Mitte der gegnerischen Hälfte auf Geier an der linken Strafraumgrenze auflegen, der dann nahezu unbedrängt den Ball platziert rechts unten im Sennfelder Gehäuse zum 0:1 einschießen konnte. GIeich nach dem Anstoß hatte Sennfeld eine vielversprechende Torchance, die von Keeper Hörner ebenso vereitelt wurde, wie auch der Torschuss von Bauer in der 40. Spielminute. Die größte Chance für den VfB, den Ausgleich zu erzielen, hatte Hofmann mit einem herrlichen Flugkopfball. Als die Zuschauer schon fast den Torjubel auf den Lippen hatten, kratzte der Gästekeeper den Ball jedoch noch von der Linie, so dass mit der knappen 0:1 Führung der Gäste die Seiten gewechselt wurden.
In der zweiten Spielhälfte kamen die Hausherren dann etwas agiler auf das Feld und es war erneut Hofmann in der 55. Minute vorbehalten, Keeper Hörner eine Glanzleistung abzuverlangen. Die anschließende Ecke gelangte dann in der 59. Minute vor die Füße von Schmitt, der schließlich den 1:1 Ausgleich erzielen konnte. Das Spielgeschehen war fortan auf beiden Seiten äußerst kurzweilig. Nachdem Linzer in der 60. Minute einen Freistoß der Gäste über die Latte lenkte, so hatte im Gegenzug Baumann Pech, als dessen Torschuss seinerseits knapp über die Latte strich. Wenig später war es den Gästen vorbehalten mit einem von Henning in der 67. Minute geschossenen Freistoß aus 20 Metern die 1:2 Führung zu erzielen. Nur eine Minute später wurde die VfB Abwehr eiskalt ausgekontert und mit einem langen Ball überspielt, so dass Dirnberger nur noch zum 1:3 einschieben musste. Bei den Hausherren keimte nochmals Hoffnung auf, als der unmittelbar zuvor eingewechselte Vintonjak nur zwei Minuten später den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. Der VfB hatte in der Folge zwar noch weitere Chancen, wie in der 75. mit einem Kopfball von Rein. Im Gegenzug stellten dann die Gäste in der 78. Minute mit einem erneuten Konter durch Henning den alten Abstand zum 2:4 her. Beim VfB war zwar noch ein Aufbäumen zu erkennen, aber auch die Gäste zeigten ihr Können und verwalteten letztendlich das leistungsgerechte Ergebnis bis zum Schlusspfiff.
Vor dem Freitagstraining gab Trainer Marcel Baumann gegenüber Sigi Karrer sein Resümee zum letzten Spieltag, bzw. Ausblick auf das kommende Spiel am Sonntag in Roigheim, gegen den Tabellendritten, dem TSV Tauberbischofsheim.
„Moin Marcel, Glückwunsch zum Punktgewinn und Beileid zum Zweipunkteverlust. Dass das Wetter suboptimal war, damit mussten beide Mannschaften umgehen. Kein Problem, wenn man dann auch mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause geht. Schließlich kurz nach dem Wiederanpfiff dann die höchst fällige und verdiente 0:1 Führung durch Jan. Man hatte das Gefühl „jetzt sollte es klappen, noch ein, zwei Tore drauf packen und mit dem Dreier heimreisen“. Doch weit gefehlt. Es kam so, wie man es oft in schlechten Filmen schon vorahnt, dass sich dies irgendwann rächen könnte. Unzählige Chancen für Nuno, Kenneth, Steffen, Nico und auch Luca, um zumindest diesen einen weiteren Treffer zu erzielen, der dann auch sicher etwas mehr Sicherheit vermittelt hätte. Aber nein, es sollte einfach nicht sein.
Und es kam, wie so mancher ahnte. Ein Strafstoß, ob zu Recht oder Unrecht gegeben, ist immer möglich, erst recht bei dem Wetter und so war in der 83. Minute unsere Führung dahin und zwei Punkte, die uns sicherlich gutgetan hätten, auf dem Platz liegen geblieben. Insofern, ist mein erster, o.a. Satz unfair, oder das Spielergebnis auf den Punkt gebracht?
Das Fazit trifft unser Gefühl ziemlich genau – die Analyse ist auf den Punkt. Ich habe schon oft solche Spiele erlebt: Du lieferst eine starke Leistung ab, bestimmst über weite Strecken das Geschehen – und stehst am Ende trotzdem nur mit einem Punkt da. Wenn man ehrlich ist, würde ein 2:6 den tatsächlichen Spielverlauf besser widerspiegeln als das 1:1-Endergebnis. Eine effektive Mannschaft hätte aus unseren Chancen am Sonntag vermutlich drei Siege eingefahren – und das nicht nur knapp.
Trotzdem: Ich bin grundsätzlich ein positiv denkender Mensch und Trainer. Ich sehe lieber, was gut funktioniert hat, anstatt nur das Negative zu betonen – auch wenn wir natürlich die Dinge, die uns Punkte kosten, offen ansprechen müssen.
Insgesamt bin ich mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Abgesehen von der Chancenverwertung haben wir aus einer stabilen, taktisch disziplinierten Grundordnung herausgespielt, dem Gegner kaum Möglichkeiten aus dem Spiel heraus gestattet und uns im eigenen Ballbesitz durch gutes Kombinationsspiel im Mittelfeld mehrere hochkarätige Chancen erarbeitet. Das ist der Weg, auf dem wir weitergehen müssen: konzentriert, mutig und mit der nötigen Überzeugung vor dem Tor. Wenn wir die Effizienz noch mit dazunehmen, werden wir uns für solche Leistungen auch mit Siegen belohnen.
Natürlich möchte ich nichts schlechtreden. Man muss auch zur Kenntnis nehmen, dass der Keeper von Oberwittstadt, Fabian Kunz, einen extrem guten Tag hatte, als er sicher geglaubte Chancen von Vintonjak oder Gehse ein ums andere Mal vereitelte. Insofern hatte man am Sonntag mal eben nicht das letzte Quäntchen Glück, das zum Torerfolg notwendig gewesen wäre, andererseits konnte man zumindest registrieren, dass die Mannschaft den Siegtreffer wollte und immer wieder anrannte und auch zum Torabschlüssen kam. Dass es nicht an der Motivation lag, konnte man auch an der Anzahl der Karten festmachen, die der VfB Sennfeld erhielt. Es ist zwar ein leidiges, nie enden wollendes Thema, doch die Schiris sind nun mal eben da und notwendig, insofern wird es auch die Diskussionen über deren Leistungen immer wieder geben. Und hier hatte manch einer den Eindruck, dass es hie und da etwas einseitig entschieden wurde. So wurden dem VfB bereits vier gelbe Karten, ehe Oberwittstadt die erste, eine rote Karte in der 68. Minute erhielt. Und danach erneut eine gelbe und zweifelhafte gelb-rote Karte für uns.
Gehst Du ein Stück weit mit dieser Bewertung einher, oder siehst Du dies gänzlich anders?
Ich muss sagen: Unsere Einstellung an diesem Tag war richtig stark! Wir wussten, dass Oberwittstadt körperlich spielt und wir haben dieses intensive, kampfbetonte Spiel hervorragend angenommen. Genau so muss man in so einer Partie auftreten – mit Herz, Wille und der Bereitschaft, in jedem Zweikampf präsent zu sein. Bei den Witterungs- und Platzverhältnissen ist es völlig normal, dass man in manchen Situationen mal einen Schritt zu spät kommt. Das gehört zu so einem Spiel einfach dazu. Insgesamt war das von beiden Seiten kein überhartes Match, sondern ein faires, leidenschaftliches Derby – genauso, wie man es sich wünscht.
Zur Schiedsrichterleistung: Die war aus meiner Sicht gar nicht so schlecht, wie es von außen teilweise gesehen wurde. Die Linie hat zwar zwischendurch etwas geschwankt, und genau das hat der Partie zusätzlich Brisanz verliehen – aber unterm Strich war das alles im Rahmen. Der Torwart hatte für seine Fähigkeiten einen normalen Tag, er gehört sicherlich zu den stärksten Keepern in unserer Klasse. Nico hat schnell in der zweiten Hälfte funktioniert und viele gute Chancen vorbereitet. Ich glaube, wenn er diese Möglichkeiten auf dem Fuß liegen hat, läuft das Spiel frühzeitig zu unseren Gunsten.
Unterm Strich können wir stolz auf unsere Leistung sein. Einstellung, Teamgeist und Mentalität haben absolut gestimmt – darauf können und werden wir aufbauen!
Am kommenden Sonntag empfangen wir in Roigheim den Tabellendritten, den TSV Tauberbischofsheim, der am letzten Wochenende gegen den TS Mosbach, auch nach 0:1 Rückstand, noch zu einem 1:1 ausgleichen konnte. Bei unserem letztmaligen LL-Gastspiel folgte einer 0:3 Heimniederlage in der Hinrunde dann in der Rückrunde mit einem 1:4 durch ein Tor von Nuno und einem 3er Pack von Niko ein souveräner Auswärtssieg. Der TSV steht nunmehr, mit mehr geschossenen und weniger kassierten Toren als der VfB, nicht umsonst auf Platz 3, im ständigen Kampf darum mit dem TSV Mudau. So wird der TSV mit Sicherheit versuchen, bei uns den einen, oder gar drei Punkte zu entführen. Das ist natürlich Ziel eines jeden Spiels, aber aufgrund der Tabellensituation, kann man dies schon so formulieren, wie auch, dass sie als der Favorit gelten. Mit Ausnahme des gelb-rot gesperrten Jan-Heinrich Matter kannst Du erfreulicherweise auf den kompletten Kader zurückgreifen.
Wie sehen Deine Planungen für die bevorstehende Begegnung gegen den TSV Tauberbischofsheim aus?
Tauber hat sich in den letzten Jahren eine starke Mannschaft zusammengestellt. Vor zwei Jahren waren sie für mich schon eine der spielstärksten Teams in der Liga. Mittlerweile ist die Mannschaft weiter gereift und hat sich punktuell gut verstärkt. Mit Phillipp (Hörner) haben sie einen Torwart, der auf dem Feld der Oberliga gespielt hat und definitiv spielen kann. Wir hatten in Hollenbach vier großartige gemeinsame Jahre. Auch Kevin (Kozielski) war in Osterburken ein Spieler von mir. Hier hatte er als A-Jungendspieler bereits viele Einsatzzeiten in der 1. Mannschaft. Er hat einen unglaublichen Willen und eine super Einstellung zu unserem Sport. Er wird weiter seinen Weg gehen und ist eine absolute Bereicherung für den TSV Tauberbischofsheim.
Personell sieht es zumindest in der Breite nicht so gut aus wie erhofft. Neben Jan (Sperre), wird Christoph aufgrund seiner Oberschenkelverletzung definitiv nicht spielen können. Zudem sind Nils L. und Klaus krank und werden sehr wahrscheinlich nicht fit werden.
Auch ich habe meine Verbindungen und Vergangenheit zum TSV. Meine letzten beiden Jugendjahre und mein erstes Herrenjahr durfte ich bei Tauber spielen. In der Saison 2002/03 spielten wir sogar in der Relegation um den Aufstieg in die Verbandsliga, scheiterten aber im Finale gegen Seckenheim deutlich mit 1:6. Diese doch recht erfolgreichen und prägenden Zeiten möchte ich persönlich nicht missen, mich für die großartige Zeit bedanken und wünsche dem Verein viel Erfolg für die Zukunft.
Umso mehr freue ich mich jetzt auf das Wiedersehen – mit Respekt, aber auch mit voller, sportlicher Motivation. Wir wollen mutig auftreten, unser Spiel durchbringen und mit der richtigen Einstellung alles dafür tun, um die Punkte 19, 20 und 21 zu holen.
Vielen Dank für Deine Antworten und wie immer, wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel gegen Bischemme!
Im Oktober traf sich Sigi Karrer mit Tischtennis-Abteilungsleiter, Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied Eberhard, Felix, Friedrich mehrfach zu einem allgemeinen Informationsaustausch, natürlich mit dem Fokus auf das Tischtennis gerichtet.
„Hallo Felix, Du bist heute im ehrenwerten Alter von 72 Jahren und befindest dich im 43. Jahr als Vorsitzender der TT-Abteilung. Die beiden Mannschaften, wie auch die Jugendmannschaft, schlagen sich derzeit relativ gut. Auch Du selbst spielst noch aktiv mit. Lass uns Mal bitte einen Rückblick und auch einen Blick in die Zukunft vornehmen, um all unsere Mitglieder und Interessierte des Vereins über all deine, sehr langjährigen, wie auch umfänglichen Aktivitäten innerhalb der TT-Abteilung darzustellen, die sich vermutlich keiner sonst so wirklich vorstellen kann.
Lieber Felix, Meine erste Frage wäre die, ob es denn schon vor deiner Zeit eine TT-Abteilung gab?
Die TT-Abteilung gibt es nicht erst, seit ich diese übernommen habe. Der Tischtennissport hatte bereits nach Kriegsende einen hohen Stellenwert im gesamten Bezirk. So ist in einer Chronik des TT-Kreises Buchen zu lesen, dass im Jahr 1946 neben dem BJC Buchen nur noch der VfB Sennfeld eine TT-Abteilung gegründet hatte. Bereits 1947 wurde der Spielbetrieb mit einer Bezirksklasse aufgenommen, in welcher der VfB mit namhaften Mannschaften wie Buchen, Mosbach und Wertheim konkurrierte. Die damaligen Spiel- und Trainingslokale waren die Säle der Gaststätten „Engel“ und „Ross“. Nach Aussage des letzten Abteilungsleiters, dem inzwischen 93-jährigen Rudi Haas, der übrigens auch heute noch, alle Spiele der Abteilung Fußball und Tischtennis im Internet verfolgt, endete der Spielbetrieb schließlich im Jahr 1955.
Und dann ging es ja irgendwann doch irgendwie weiter, wobei u.a. auch Du dann mit involviert warst.
Wann und wie wurde die TT-Abteilung wieder ins Leben gerufen und wie kam sie zum VfB?
Im Frühjahr 1982 wurde von einigen Hobbyspielern der Wunsch geäußert, eine TT-Abteilung zu gründen. Da die meisten Spieler ehemalige, bzw. aktive Spieler des VfB waren, wie Klaus Schöll und Herbert Bade, lag es nahe, sich an die Vorstandschaft des VfB Sennfeld zwecks Aufnahme in den Verein zu wenden. Zu erwähnen sei noch, dass einzig Herbert Bade bereits in den Jahren 1946 – 1955 Tischtennis gespielt hatte und so sind wir 1982, quasi vor dem ‘Re-Start‘ in die Räumlichkeiten der Festhalle gegangen, wo wir noch die alten Platten von seinerzeit vorfanden. Mein Bruder Willi, der selbst lange Jahre aktiv war, schweißte dann das Gestänge der alten Platten zusammen und danach konnte es losgehen mit dem Training.
Ab wann hast Du dann schließlich selbst die Sparte Tischtennis als Abteilungsleiter übernommen, bzw. warst Du zuvor auch schon als Spieler in der Abteilung aktiv?
Unter dem damaligen Vorsitzenden Hans Walter, der sich für die Eingliederung des TT in den VfB einsetzte, wurde der Antrag in der Vorstandssitzung vom 8.4.1982 positiv beschieden, vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder in der nächsten Generalversammlung. Im Januar 1983 wurde die TT-Abteilung offiziell in den VfB integriert und ich zum Abteilungsleiter gewählt.
Unser 1. Spiel in der Kreisklasse B des TT Kreises Buchen im September 1983 fand gegen Hollerbach statt. Größere Umstände, als das Spiel zu bestreiten, bereitete uns die Anfahrt, da wir fast nicht die Spielstätte in Buchen gefunden hätten und nur knapp vor Spielbeginn dort eintrafen. Die Suche nach der Halle hatte schließlich länger gedauert als das Spiel selbst, das wir in der Besetzung Klaus Schöll, Herbert Bade, Herbert Flindt und mir, mit 7:1 gewinnen konnten. In dieser Besetzung spielten wir auch die komplette Runde durch und nach zwei Jahren stiegen wir von der Kreisklasse B in die Kreisklasse A auf.
Sehr interessant, dies alles von jemanden zu hören, der das selbst aktiv miterlebt hat, fantastisch. Doch nun eine andere Frage.
Hast Du, neben dem Tischtennis, auch eine andere Sportart, z.B. Fußball, ausgeübt?
Es war durch die Landwirtschaft bedingt nicht einfach, da sowohl mein Bruder als auch ich, stets zuhause mithelfen mussten. 1972 konnte ich hin und wieder mittrainieren, habe dann aber nach einer schweren Knieverletzung, durch das Fußballspielen verursacht, aufhören müssen.
Viele Leute trauern häufig den guten alten Zeiten nach.
Siehst Du das ähnlich, war früher als besser als heute, auch beim Tischtennis?
Das kann man m.E. pauschal so nicht sagen. Der Zulauf war früher auf jeden Fall besser als heute, als wir sogar noch vier Mannschaften gemeldet hatten. Dies war so etwa um 2008, als wir, sozusagen den sportlichen Höhepunkt der Abteilung hatten. Spieler aus 16 Ortschaften waren bei uns gemeldet und das wäre evtl. reif für das Guinnessbuch der Rekorde gewesen.
Ein Beispiel dafür war die Aufstiegsmannschaft 2008 in die Bezirksliga, die die Sportkreise Buchen, Mosbach, Sinsheim und Tauberbischofsheim umfasste. Klaus Schöll und Daniel Reinhard aus Sennfeld, Ralf Klesel aus Hemsbach, Steffen Müller aus Neunstetten, Uwe Roth aus Sindringen, Jürgen Roth aus Gommersdorf und Volker Müller aus Schlierstadt standen in der Mannschaft.
Und, das Gute und Interessante ist aber auch heute noch, dass man in diesem Sport, so wie zuletzt ich selbst, als über 70-Jähriger gegen eine 17-Jährige spielen kann.
Wie waren die Gesamtumstände seinerzeit, als DU die TT-Abteilung übernommen hast?
Wir haben von Anfang an akzeptiert, dass wir nur der kleine Bruder des Fußballs im Verein sein werden und haben uns in dieser Position aber wohl gefühlt.
Wie ich aus Erzählungen gehört habe, aber auch früher freitagabends im Sportheim selbst erlebt habe, war dies, dass ihr nach euren Wettkämpfen stets auch noch gesellschaftlich gemeinsam mit den Gegnern den Spieltag im Sportheim beendet habt. Eine sicherlich schöner und erlebenswerter „Brauch“
Was hast Du, habt ihr daraus mitgenommen?
Viele Bekanntschaften und auch Freundschaften sind daraus entstanden.
Seit meiner Zeit als Schriftführer des Vereins, und das bin ich nun auch schon seit 2014, habe ich in den zurückliegenden Jahren zum einen stets vernommen, dass ihr eigentlich immer irgendwie ums „Überleben“ kämpft, meist personalbedingt, aber andererseits es auch immer wieder geschafft habt, weiterhin 2-3 Mannschaften zu melden.
Wie bekommt ihr das immer wieder hin?
Alters-, verletzungs- und coronabedingt reduzierte sich der Spielerkader immer mehr, bis durch die Reaktivierung der Jugendabteilung sich ein gewisser Grundstock herauskristallisierte, auf den man dann wieder aufbauen konnte.
Ebenso bist Du bis zuletzt immer wieder auch stolz darauf, eine Jugendmannschaft nominieren zu können, die ja, logischerweise, irgendwie den Nachwuchs, das Fortbestehen der Abteilung, sichern soll.
Wie siehst Du, gänzlich unbedarft, die weitere Zukunft der TT-Abteilung?
Seit einigen Jahren konnten wir wieder einige Jugendliche für den TT-Sport begeistern und der Erfolg in den jeweiligen Mannschaften zeigte sich auch bald. Neben Trainer Klaus Schöll und seinem Co, Wolfgang Karpstein, ist vor allen Dingen Sigi Geiger als Betreuer und Jugendleiter besonders hervorzuheben. Ich sehe auch weiterhin Potenzial für den Tischtennis in Sennfeld. Wer Interesse an dieser schönen Sportart hat, kann montags ab 19 Uhr in die Festhalle kommen und beim Training reinschnuppern.
Wenn Du eine Person besonders hervorheben würdest, wer wäre dies?
Dann wäre das, ganz klar Klaus Schöll. Als hervorragender Spieler, als engagierter Jugendleiter und Trainer von Tochter Miriam, die große Erfolge im Badischen Tischtennisbereich feiern konnte, als guter Kamerad und Vorbild für Alle.
Vor vielen Jahren wurde der Dr.-Erich-Häußler-Wanderpokal instituiert und viele Jahre ausgespielt, bis er irgendwann nicht mehr stattfand.
Woran lag es, da man doch damit auch immer wieder versuchte, den TT-Sport damit zu bewerben und der Bevölkerung näher zu bringen?
Der Pokal wurde 1988 das 1. Mal und 2019 das letzte Mal ausgetragen. coronabedingt und nachlassendes Interesse der Bevölkerung haben dann zu dem Entschluss geführt, das Turnier nicht mehr auszutragen. Ein weiterer Grund war der Wirtschaftlichkeitsfaktor, großer Aufwandund zu wenig Ertrag.
Du erinnerst Dich – früher hatten wir in unserer monatlich erschienen Vereinszeitschrift „VfB-LIVE“ zum näheren Kennenlernen von Spielern und Verantwortlichen eine Doppelseite mit dem Titel “PORTRAIT“ und dazu die nachfolgenden Fragen, wie man sie auch aus dem Sportteil in der Zeitung kennt, die ich Dich bitten möchte, mir zu beantworten:
Welches ist dein Lieblingsverein? Außer dem VfB, ganz klar der 1. FC Köln
Zu welcher Musikrichtung tendierst Du? Früher war dies eher Richtung Soul, heut mehr Rock & Pop
Wenn Du nur ein Land wegen seines Essens besuchen dürftest, dann wäre dies? Frankreich
Wo wärst Du jetzt am liebsten? Wenn, dann am ehesten in den Bergen
Wem möchtest Du auf keinen Fall in der Sauna begegnen? Ich bin kein Saunagänger 😊
Wie bringt man dich aus der Fassung? Durch Ungerechtigkeit, da hab‘ ich eine ganz kurze Zündschnur
Welche Gabe möchtest Du besitzen? Frieden in der Welt schaffen
Womit, oder wie entspannst DU dich? Gartenarbeit / Wandern, Yoga und Singen
Welchen Sport würdest Du nie ausüben? Wrestling
Was ist für dich die wichtigste Erfindung? Automobil
Welchen Traum möchtest Du dir noch erfüllen? lange fit bleiben
Meine Abschlussfrage, die ich seit den Interviews mit dem Trainer und dem Ehrenvorsitzenden nun jedem stellen möchte, ist die Frage:
Wo siehst Du am Ende der Saison unsere 1. Fußballmannschaft in der Tabelle, bleibt sie in der Landesliga oder muss sie wieder runter, bzw. was ist dein konkreter Tipp bzgl. des Tabellenplatzes?
Sie werden unter den TOP-Ten landen und haben mit dem Abstieg nichts zu tun.“
Felix, ich danke Dir für deine umfänglichen Antworten auf meine Fragen und wünsche Dir mit deinem Team weiterhin eine gute und erfolgreiche Saison, mit möglichst wenig Personalsorgen.
Glückwunsch Dir und deiner Mannschaft zum 5. Dreier, so wie dem 1. Spiel ohne Gegentreffer, das Torwarttrainer Robert sicher besonders freuen dürfte. Klischeemäßig, doch ohne die Leistung der Mannschaft schmälern zu wollen, würde ich sagen: ein Sieg, der eigentlich zu erwarten war. Ein Sieg, der aber auch notwendig war, um zum einen diesen 10. Tabellenplatz, und zum anderen auch die Gegner weiter auf Distanz zu halten. Ich möchte deiner Spielanalyse nicht vorgreifen, auch fehlt mir dazu der tiefere Einblick, doch das, was ich als Außenstehender feststellen konnte war, dass man erneut zahlreiche Chancen hatte, diese aber nicht konsequent nutzte, das sich bei einem stärkeren Gegner möglicherweise hätte rächen können. So war man letztendlich froh, als Knipser Nico, kurz nach seiner Einwechslung, mit dem 3:0 den „Sack zumachte“. Insgesamt waren dies, meiner Erwartung nach, und auch die, zahlreicher anderer „Experten“ 😊, zu erwartende drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten. Das ist natürlich, zum einen leichter gesagt, wie auch gefordert, als es dann erst Mal real umgesetzt werden muss. Doch wie hast du die Begegnung gegen den FSV Tauberhöhe im Vorfeld und vor allem während des Spiels gesehen?
Einen zu erwartenden Sieg würde ich in dieser Klasse ausschließen. Die Ergebnisse zeigen uns Woche für Woche, dass es immer Überraschungen gab und geben wird. Wir fahren ja auch nicht nach Mosbach, Tauberbischofsheim oder Lauda und geben das Spiel schon im Vorfeld verloren. Gerade bei den Spielern wäre das die falsche Einstellung und Überzeugung.
Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gezeigt und wie du schon richtig angesprochen hast, uns wieder eine Vielzahl an guten Chancen erarbeitet. Gerade nach Eckbällen hatte aber auch die Tauberhöhe ihre Chancen. Eindeutig besser gefallen hatte mir unser Umschaltspiel in die Offensive. Letztendlich müssen wir das Spiel frühzeitiger zu unseren Gunsten Entscheiden.
Am Sonntag konnte nach gut sieben Wochen, seit seiner Verletzung in Nassig, Nils endlich auch am Spielgeschehen wieder aktiv mitwirken. Jetzt hatte er am Sonntag natürlich einen suboptimalen Einstand, aber vermutlich vereinsintern nach einer Minute die schnellste gelbe Karte erhalten, das ihn im Rest des Spiels zu wohl bedachtem Einschreiten veranlasste. Wenn wir von weiteren verletzungsbedingten, oder sonstigen Ausfällen hoffentlich verschont bleiben, kannst Du zukünftig erfreulicherweise aus dem Vollen schöpfen.
Nun wollte ich gerne wissen, wie Du zum einen die gezeigte Leistung von Nils siehst, bzw. den Umstand bewertest, dass der Kader nun wieder vollständig einsatzfähig ist?
Das ist Nils‘ Spielweise, diese macht uns zu einem gewissen Maße stärker und vollständiger. Er geht mit seinem körperbetonten Spiel voran und strahlt eine hohe Präsenz auf dem Feld aus, welche auch auf die Mitspieler übergeht. Auch neben dem Platz ist er ein absoluter Leader! In den fünf Wochen, in denen er nicht auf dem Platz trainieren könnte, war er fast bei jeder Trainingseinheit anwesend und hat die Mannschaft unterstützt. Um es abzukürzen, ich fand seine Leistung sehr ordentlich und bin froh ihn wieder im Team zu haben.
Ich glaube wir bekommen es aktuell mit der richtigen Belastungssteuerung gerade gute hin, die Jungs fit zu halten, aber nicht zu überlasten. Das fängt beim Training an und geht weiter im Spiel. Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader und können so gut rotieren ohne große Qualitätsverluste zu spüren. Es ist eher so, dass die Jungs in der „zweiten Reihe“ auch ihren Teil zum Erfolg beisteuern wollen und nochmal neuen Elan ins Spiel bringen. Zudem erlauben wir uns seit mehreren Wochen, 2-3 Spieler in die 2. Mannschaft abzustellen, um diese zu unterstützen und den Jungs Einsatzzeiten zu geben.
Kommen wir auf den nächsten Gegner am kommenden Sonntag in Oberwittstadt zu sprechen. Widschd spielt mittlerweile seit 16 Jahren, sprich seit der Saison 2009/2010 in der Landesliga. Zuletzt jedoch meist eher in der 2. Tabellenhälfte. In der gemeinsamen Spielzeit der Saison 2023/24 mussten wir im Hinspiel eine unnötige 3:1, nach 0:1 Führung durch Vintonjak, hinnehmen. In der Rückrunde dann, Ende März 2024 konnten wir, auch nach 0:1 Rückstand für O’wittstadt, doch noch durch Tore von Nuno, 2x Steffen und Nico mit 4:1 brillieren. Aktuell befindet sich Oberwittstadt mit 8 Punkten auf dem Abstiegsrelegationsplatz mit 2 Siegen, 2 Remis und 8 Niederlagen. Mit nur neun, und den damit am wenigsten erzielten, Treffern sollte uns dies Mut machen, möglichst erneut keinen Gegentreffer zu bekommen, bzw. den ein oder anderen Treffer zu erzielen und damit unseren Tabellenplatz weiterhin zu festigen. Etwas provokativ gefragt lautet daher meine nächste Frage wie folgt:
Aufgrund des Tabellenplatzes und der Tatsache, dass der nächste Gegner bislang lediglich erst neun Treffer erzielt hat, gehe ich von einer nicht unbedingt unrealistischen Behauptung aus, dass der VfB das Spiel gegen Widschd gewinnen müsste, oder wie siehst du dies?
Wenn du eine Mannschaft in dieser Klasse nicht unterschätzen solltest, dann die Widschder! Sie konnten und können meiner Meinung nach ihre Gegner durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und Mentalität niederringen. Was sie in den letzten Jahren erreicht haben, ist ihnen sehr hoch anzurechnen. Der Verein macht eine tolle Arbeit und entwickelt sich immer weiter. Wenn wir es aber schaffen, die Zweikämpfe anzunehmen und körperlich dagegenhalten, unsere fußballerischen Qualitäten aufs Feld zu bringen, dann sollten wir das Spiel für uns entscheiden können. Ich freue mich persönlich auf das Wiedersehen mit Mario (Greco – Trainer), mit dem ich in der A-Jugend vor über 20 Jahren beim TSV Tauberbischofsheim spielen durfte und meine beiden ehemaligen Spieler Jakob (Seitz) und Maurice (Schmitt) aus gemeinsamen Zeiten bei SV Osterburken.
Jetzt haben wir noch vier Spieltage bis zur Winterpause mit einem, meines Erachtens, strammen Spielplan. Wie in der letzten Frage schon gefordert, einen Sieg gegen Widschd eingeplant, könnten, dürften oder sollten wir gegen Tauberbischofsheim und/oder Lauda gegebenenfalls auch den ein oder anderen Punktverlust einkalkulieren.
Wie sieht diesbzgl. deine Restkalkulation/Spekulation, bzw. reelle Bewertung der letzten vier Spieltage vor der Winterpause aus?
Der Fokus liegt zu 100% auf dem Spiel gegen Wittschd, gerade weil wir unser Restprogramm bis zur Winterpause kennen! Danach geht es gegen die aktuellen 2., 4. und 6. der Liga. Ich finde ein super Programm in unserer aktuellen Situation und für die letzten Wochen im Fußballjahr 2025. Wir haben bewiesen, dass wir auch gegen die „großen“ der Liga mithalten können. Am Montag beginnen wir mit der taktischen „Arbeit“ für die kommenden drei Wochen, die sich gegen diese Teams nicht wesentlich ändern wird. Uns wird nochmal alles abverlangt werden und wird müssen versuchen, alles aufs Feld zu bringen, was wir uns in den letzten Monaten erarbeitet haben, eigentlich geil 😊
Marcel, Vorab vielen Dank für Deine Antworten und wie immer, wünsche ich euch, Dir und deiner Mannschaft, viel Erfolg beim Spiel in und gegen Widschd !
So., 26. Oktober, 14.30 Uhr, 12. ST LL in Roigheim VfB Sennfeld – FSV Tauberhöhe 3:0 (2:0) 16′ 1:0 Lukas Rein (4) 24′ 2:0 Nuno Alberto Silva Medeiros (11) 81′ 3:0 Nikola Vintonjak (9)
Einen verdienten Dreier gegen die Gäste von der Tauberhöhe konnte der VfB Sennfeld in Roigheim einfahren. Zu Beginn war das Spiel noch ausgeglichen, doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Hausherren stärker. Ein herrlich verwandelter Freistoß von halb rechts in den Winkel durch Lukas Rein (15.) war dann auch Ausdruck der Dominanz. Sennfeld war wohl noch im Freudentaumel, als kurz danach die Gäste ihre beste Gelegenheit hatten, doch Andi Linzer im Tor des VfB machte sich breit und wehrte den Schuss der Gäste aus kurzer Distanz bravourös ab. In der 25. Spielminute das nächste Traumtor durch Nuno, der erkannte, dass der Gästetorwart zu weit vor seinem Gehäuse stand und sehenswert per Weitschuss einnetzte. Eine missglückte Flanke der Gäste musste Linzer noch über die Latte entschärfen, doch das war dann auch die letzte Möglichkeit der Gäste. Gästetorwart Floder verhinderte vor der Pause noch das 3:0 durch Luca Hofmann und so ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die Pause.
Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild. Sennfeld war weiter am Drücker und gute Gelegenheiten wurden nicht verwertet oder der Torwart der Tauberhöhe parierte gut, so in der 58. Minute, als er einen Ball von Matter gerade noch an den Pfosten lenkte. In der Folge wechselte Sennfeld durch und einer dieser Wechsel entschied das Spiel endgültig. Goalgetter Nikola Vintonjak kam in der 78. Minute aufs Feld und nur wenige Minuten später setzte dieser sich in seiner unnachahmlichen Art und Weise gegen zwei Verteidiger und den Torwart durch und erzielte sein Tor zum 3:0 Endergebnis. (vfb-hacky)
Nach dem letzten Training vor dem Spiel in Roigheim gegen den FSV Tauberhöhe trafen sich Sigi Karrer und Mannschaftskapitän Tom Schönleber zum 12. Kabinen-TALK.
„Moin Tom,
bevor wir zum Rückblick auf das Spiel gegen Diedesheim am zurückliegenden Sonntag zu sprechen kommen, möchte ich natürlich die Chance nutzen, dich auch zu ein paar anderen Themen zu befragen, die nicht unmittelbar das zurückliegende, oder bevorstehende Spiel betreffen. Ich bin hin und wieder, nicht selten, auch bei den Trainingseinheiten vor Ort und habe den Eindruck, dass dies zum einen alles sehr harmonisch und diszipliniert abläuft, die Jungs zwar gefordert werden, sie aber dennoch mit Spaß und Engagement dabei sind. Und, um es kurz zu machen, diese Frage kann ich natürlich weder Max, noch Marcel stellen.
So möchte ich dich gerne fragen: wie ist Dein persönlicher Eindruck von der derzeitigen Lage und Stimmung nach dem doch erfreulichen Saisonauftakt nach dem 1. Drittel der Saison und wie siehst Du und auch die Mannschaft die Trainingsgestaltung des neuen Trainers Marcel?
Servus Sigi,
die Stimmung innerhalb der Truppe würde ich fast ausschließlich als harmonisch & gut bewerten. Der Mix aus Spaß und Ehrgeiz, sowie natürlich auch den individuellen Qualitäten zeigen, dass mit uns immer zu rechnen ist.
In Sachen Trainingsgestaltung kann ich, glaube ich im Namen der Mannschaft sprechen, wenn ich sage, dass dieses abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet ist, mit Fokus auf ständige Weiterentwicklung (auch wenn´s ab und an etwas länger geht 😉).
Man darf euren Saisonstart mit 14 Punkten gewiss als gelungen und erfolgreich ansehen. Ich denke, so etwas überträgt sich auch auf jeden einzelnen Spieler, bzw. die gesamte Mannschaft.
Wie würdest Du die aktuelle Gemütslage innerhalb der Mannschaft insgesamt bezeichnen?
Ich würde uns definitiv als „guten Haufen“, sowohl auf, als auch neben dem Platz bezeichnen. An Spaß und Sprüchen mangelt es nie, aber genauso ist die gegenseitige Unterstützung immer da. Man merkt sowohl spielerisch, als aber auch taktisch, dass wir uns weiterentwickeln. Mit Siegen, bzw. Punkten ist es natürlich immer etwas einfacher, die Stimmung auf dem Platz und in der Kabine positiv zu halten. Aber auch nach Niederlagen hatte ich bisher nie den Eindruck, dass wir uns untereinander weniger gut verstehen.
Das kann ich nur bestätigen, als wir ziemlich genau vor 2 Jahren in und gegen Neckarelz mit 6:0 verloren hatten und eine Stunde später Spieler und Fans immer noch am Sportgelände anwesend war, so dass uns ein Neckarelzer Verantwortlicher überrascht fragt und feststellte, dass er es bewundere, dass wir selbst noch solch einer Niederlage noch zusammensitzen, während die eigenen Fußballer nach einem erfolgreichen Spiel schon eine halbe Stunde nach Spielende weg waren – also, hast Du vollkommen Recht!
Kommen wir nun kurz auf die zurückliegende Begegnung gegen den VfK Diedesheim zu sprechen. Diedesheim scheint uns wohl nicht zu liegen. Vor 1 ½ Jahren haben wir seinerzeit mit 2:1 ebenso verloren. Jetzt bist Du natürlich nicht der Trainer und die Zuschauer wissen auch nicht, wie fit die jeweiligen Spieler sind, oder ob der ein oder andere evtl. angeschlagen oder verletzt ist, weshalb sie nicht in der Startelf stehen. Doch gab es am Sonntag vor Spielbeginn hie und da die Frage zu hören, warum denn Herold, Kunkel und auch Rein nicht in der Startaufstellung standen. Irgendwie hatte man teilweise auch den Eindruck, als wenn man vor den Namen, Hogen-Deter-Hogen, zu viel Respekt hatte und dann, so wie von mir zuvor angesprochen, bei den Gastgebern nach vier Niederlagen in Folge eine Trotzreaktion gezeigt werden musste, um endlich wieder Punkte einzufahren. Leider waren wir dabei in der Geberrolle.
Wie sieht dein Resümee zum Spiel aus?
Das Spiel in Diedesheim war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Wir hatten anfangs Schwierigkeiten in die Partie zu finden. Insgesamt waren wir im letzten Drittel zu ungenau und oft den einen Schritt zu spät.
Diedesheim hat es gut gemacht, war von Anfang an hellwach und bissig in den Zweikämpfen. Aus der Kabine sind wir dann wesentlich besser gekommen, konnten jedoch unsere gefährlichen Situationen nicht gut genug ausspielen. Am Ende haben wir dann nochmal mehr riskiert, da es bis zur 80. Minute ein knappes 1:0 war und wir auch unsere Chancen auf den Ausgleich hatten.
Von zu großem Respekt würde ich nicht reden, ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass mehr Aufregung als in anderen Spielen vorhanden war. Klar, Diedesheim hat den ein oder anderen individuell starken Kicker, aber das haben in der Landesliga so gut wie alle Mannschaften. Zu dem personellen Thema: dass es immer wieder verschiedene Meinungen bezüglich Startelf gab, gibt und auch geben wird, ist völlig normal. Von außen ist das aber immer noch schwieriger zu beurteilen, da weder Trainingseindrücke, noch private „Probleme“ immer nach außen durchdringen.Und das ist auch richtig und gut so, dass manche Dinge einfach in der Kabine bleiben. Zu den drei einzelnen Namen; tatsächlich waren die drei Jungs allesamt angeschlagen. Aber unabhängig davon, haben wir eine recht breite Qualität im Kader & Marcel und Max machen sich da schon intensiv ihre Gedanken zur Aufstellung, diese wird auch stets begründet und argumentiert.
Der kommende Gegner, der FSV Tauberhöhe, also der Zusammenschluss aus dem FC Külsheim, dem SV Gamburg und dem VfR Uissigheim, gibt es ja erst seit der Saison 2024/2025, wo sie souverän als Kreisligameister mit 19 Siegen, 5 Remis und 2 Niederlagen, 54:10 Toren und 62 Punkten (4 Punkte Vorsprung zum Tabellenzweiten Pülfringen) die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga feiern konnten. Aktuell stehen sie mit 2 Siegen, einem Remis und 7 Niederlagen, sowie 10:24 Toren und 7 Punkten auf Tabellenplatz 14. Die beiden Siege konnten sie am 1. Spieltag in Neunkirchen und am 4. Spieltag gegen den FSV Waldbrunn erzielen. Insofern unterstelle ich mal, ob unserer Leistungen bewusst, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen sollten.
Wie ist deine Einstellung dazu, bzw. hast Du vermutlich auch Rücksprache mit Marcel und Max gehalten, wie wollt ihr antreten und was ist eure Devise für die kommende Begegnung?
Max selbst wird leider gegen Tauberhöhe fehlen. Aber die Devise ist klar: wir wollen daheim gegen den Mitaufsteiger 3 Punkte holen! Auch am Sonntag wird das sicherlich kein Selbstläufer und ein hartes Stück Arbeit werden, wie gegen jede Mannschaft in der Landesliga. Auch Tauberhöhe hat schon einige Punkte sammeln können und wird mit viel Willen zu uns reisen. Wir wollen von Beginn an konzentriert spielen und das Match kontrollieren.
Es sind jetzt noch vier Spiele in der Vorrunde und da wollen wir so viele Punkte wie möglich holen. Am Sonntag wollen wir, jetzt nach der Niederlage, damit anfangen und Tauberhöhe weiter von uns auf Distanz halten.
Und zum Abschluss, meine an zuletzt alle Interviewpartner gestellte Frage.
Auf welchem Tabellenplatz siehst Du am letzten Spieltag den VfB Sennfeld?
Einen genauen Tabellenplatz zu nennen finde ich schwierig, da meiner Meinung nach die diesjährige Landesliga sehr ausgeglichen ist. Gefühlt kann jeder gegen jeden gewinnen.Mit dem Abstieg wollen wir so früh wie möglich nichts mehr zu tun haben, da sind wir uns, glaube ich, alle einig. Als Ziel oder Wunsch würde ich aber tatsächlich einen einstelligen Tabellenplatz aussprechen, was mit weiter fokussierten Leistungen und etwas Spielglück definitiv auch nicht unrealistisch ist.
Tom, herzlichen Dank für Deine Antworten und dafür, dass Du dich zu diesem Kabinen-TALK bereiterklärt hast mitzumachen. Wie immer, wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel in Roigheim gegen den FSV Tauberhöhe!