NEWS zum Spieltag – 7. Kabinen-TALK

„Moin Marcel,
heute nur ein kurzer Kabinen-TALK, den wir, vor dem letzten Training zum vorgezogenen Freitagabendspiel gegen Mudau, am Dienstagabend führten.

Doch zunächst ein kurzes Resümee zum erfolgreichen Auswärtsspiel in Neunkirchen am letzten Sonntag. Erneut zeigte die Mannschaft eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, wobei man allerdings dennoch die teils mangelnde Chancenverwertung nicht unerwähnt lassen darf.
Chancen, denen man im Falle eines weiteren Tores für die Gäste zum Ausgleich mit Sicherheit nachgeweint hätte, wenn man abermals zwei Punkte „verloren“ hätte. Damit meine ich natürlich, zum einen die beiden Strafstöße, die beide pariert wurden, aber zumindest der von Nuno Geschossene noch im Nachschuss zum Torerfolg führte, und zum anderen sieht ein Torhüter natürlich unglücklich aus, wenn ein Schuss des Gegners von der Mittellinie im eigenen Kasten landet. Glücklicherweise und nicht unverdient, wie auch die Gastgeber in ihrem Spielbericht bestätigten, gingen wir letztendlich als Sieger vom Platz.

„Player of the match“ war meiner Ansicht unser neuer Goalgetter mit 5 Toren in 7 Spielen, Luca Hofmann, der auch mit seiner Spielübersicht zu überzeugen weiß.

Marcel, wie bewertest Du das Spiel gegen Neunkirchen ?

Im Kabinen-TALK vor dem Neunkirchenspiel hast Du mir auf die Frage, was Du am Ende des Spiels für unsere Mannschaft erwartest „Trotz allem: Wir fahren nach Neunkirchen, um zu gewinnen. Alles andere interessiert uns gerade nicht – keine anderen Plätze, keine Tabelle.“ geantwortet.

Respekt und Glückwunsch! Und nach dem Spiel gegen Mudau (8. Spieltag) haben wir dann den Zeitpunkt erreicht „Die Tabelle zählt erst ab dem 7. Spieltag“ wonach es zählt.

In der Saison 23/24 hatten wir am 4. Spieltag in Mudau mit einem 0:1 unsere ersten drei Landesligapunkte erspielt. In dieser Saison steht Mudau souverän und konstant seit dem 4. Spieltag auf dem 3. Tabellenplatz mit 14:6 Toren. Mudaus Goalgetter Throm hat bislang ebenso viele Tore wie Luca erzielt und am Freitag wird wohl auch wieder Kenneth Gehse mit von der Partie sein.

Von deiner positiven Denkweise beeindruckt, wie auch beeinflusst, sage ich nun auch, dass wir am Freitagabend, das ja stets einen besonderen Reiz hat, unter dem neuen, hellen Flutlicht, zu spielen, nicht punktlos vom Platz gehen werden.

Welche Taktik werdet ihr euch, Du und Max, für die anstehende Begegnung gegen Mudau ausdenken?

Marcel,
besten Dank für die Infos zu unserem kleinen Kabinen-TALK und nächste Woche wollte ich, so möglich, den Kabinen-TALK mit deinem Co-Trainer und EX-FV Mosbach-Spieler, Max Heizmann, führen, der uns von seiner dortigen Zeit sicher auch Interessantes zu berichten und die Partie gegen den MFV richtig einzuschätzen weiß.

Selbstverständlich wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel gegen Mudau!

es grüßt Euch

2 verlorene Auswärtsspiele am Wochenende

Sonntag, 7. September, 15.00 Uhr, 5. ST LL
SV Eintr. Nassig – VfB Sennfeld 3:2 (1:2)

10′ 0:1 Jan-Heinrich Matter (7)
20′ 0:2 Kenneth Gehse (19)
45′ 1:1 Moritz Stobbies (12)
68′ 2:2 Benedikt Lang (2)
90′ 3:2 Leon Sock (4)

Fotos by sigika

Sonntag, 7. Sep., 17.00 Uhr, 3. ST KK A
SV Seckach – SpG Leibst. 1/ Sennf. 2, 1:0 (1:0)

17′ 1:0 Christian Schmidt (3)

Der VfB Sennfeld wünscht beiden Mannschaften viel Erfolg !

NEWS zum Spieltag – 4. Kabinen-TALK

„Moin Marcel,
das zurückliegende Spiel gegen den TSV Billigheim hätte man aus meiner laienhaften Sicht eigentlich auch gewinnen können. Selbst wenn die 1. Halbzeit nicht wirklich überzeugend war, zeigte die Einwechslung von Gehse nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Nils nach der Halbzeitpause dann eine deutliche Aufwertung auf unserer Angriffsseite und damit ein deutlich offensiveres und chancenreicheres Spiel des VfB. Wie man dies dann anhand der beiden Tore ja auch sah.

Hätte man Kenneth evtuell nicht erst zur 2. Halbzeit einwechseln sollen ?

Weder Timo Herold, noch Nils Karrer können meines Erachtens das momentane Defizit im Angriff kompensieren. Nils hatte seine Chancen, ist aber nicht wirklich der “Knipser“ wie man ihn sich vorstellt, sondern eher der “Freistoßvollstrecker“, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
Nach Meinung vieler stellen Tom Schönleber und Nils seit langem eine starke und verlässliche Komponente in der Innenverteidigung dar, die man eigentlich beibehalten könnte – so die meisten Stimmen aus der “Fankurve“.

Sollte man da nicht, insbesondere in der Landesliga mit starken gegnerischen Angreifern, diese Variante beibehalten und sich damit zumindest eine verlässliche Abwehr sichern, auf die man vertrauen kann ?

Mit dem TSV Billigheim kam ein Mitaufsteiger, der nach drei Auftaktniederlagen in der Pflicht stand, und ausgerechnet gegen uns konnte er erstmalig punkten. Ein Stück weit ist dies für uns ärgerlich, denn mit einem Dreier gegen einen angeschlagenen Mitaufsteiger hätte man sich gegen diesen doch ein Stück weit distanzieren können.

Oder wie siehst Du das ?

Wir hatten zuletzt mehrfach urlaubsbedingte Ausfälle, auch sehr gerne wohl wegen Hochzeiten etc.,

Wie sieht es mit dem Kader für die kommende Begegnung gegen den SV Eintracht Nassig aus, kannst Du da auf den kompletten Kader zurückgreifen?

Die SV Eintracht Nassig ist für mich schwierig einzuschätzen. Einer Niederlage gegen Tauberbischofsheim folgte ein Kantersieg mit 0:6 in Lauda, nachfolgend ein Heimsieg gegen Grünsfeld und zuletzt die 3:0 Niederlage beim TS Mosbach.

Wie schätzt Du die Chancen unseres VfB Sennfeld am kommenden Sonntag ein?

besten Dank für die Infos zu unserem mittlerweile 4. Kabinen-TALK, der meines Erachtens auch gut angenommen und gelesen wird.

Selbstverständlich wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel in Nassig „

es grüßt Euch  

Das war der 4. ST LL und 2. ST KK A

Sonntag, 31. August, 13.00 Uhr, 2. ST KK A in Sennfeld
SpG Leibenst. 1/ Sennf. 2 – SpG Osterb.2/ Bofsh. 1
, 4:1 (2:1)
6′ 0:1 Halil Shala (17)
11′ 1:1 Lucas Felke (6)
27′ 2:1 Nikola Vintonjak (9)
73′ 3:1 Silas Ullrich (19)
90′ 4:1 Nikola Vintonjak (9)

Fotos by sigika


Sonntag, 31. August, 15.00 Uhr, 4. ST LL in Sennfeld
VfB Sennfeld – TSV Billigheim
, 2:2 (0:1)
15′ 0:1 Melwin-Marc Derfuss (7)
51′ 1:1 Luca Hofmann (16)
62′ 2:1 Jan-Heinrich Matter (7)
90’+3 2:2 Robin Hess (20), ST

Das Spiel der beiden Aufsteiger endete nach zwei verschiedenen Halbzeiten im Endeffekt gerecht, wenn man allerdings die letzte Aktion nimmt, glücklich für die Gäste. Der VfB hätte in der 3. Minute beinahe die Führung erzielt doch Heizmanns lange Hereingabe von links verfehlte den hinteren Torknick nur ganz knapp. Billigheim wurde nun stärker und die schnellen Derfuß-Brüder brachten die Heimabwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit. In diese Drangphase hinein erzielte dann auch Melwin-Marc Derfuß die Gästeführung. Weitere gute Möglichkeiten zum Ergebnisausbau wurden entweder vom guten Torsteher Linzer vereitelt oder die Gäste zielten nicht genau genug. Zwei Mal musste gar auf der Linie geklärt werden. Sennfeld fand in der ersten Hälfte offensiv nicht statt. Froh nur mit einem Tor zurückzuliegen wurden dann die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel dann ein anderes Gesicht des VfB, nachdem endlich taktisch umgestellt wurde. Der spielstarke Hofmann spielte nun etwas vorgerückt und prompt erzielte dieser Spieler in der 51. Minute mit einem fulminanten Schuss den Ausgleich. Nur 10 Minuten erneuter Jubel in der Sennfelder HDAO-Arena als Schmitt die Kugel von links in den Fünfer auf den sträflich freien Matter zog und dieser nur noch den Fuß zur 2:1 Führung hinhalten musste. Weitere Möglichkeiten von Steffen Schmidt und dem eingewechselten Kenneth Gehse vereitelte Keeper Göhl im Tor der Billigheimer. Nachdem der VfB den Sack nicht vorzeitig zumachen konnte kam es wie es kommen musste, wenn auch entsprechend glücklich für die Gäste. Mit der letzten Aktion in der 95. Minute fiel der Kapitän der Gäste im Strafraum und der bis dahin gut leitende Schiedsrichter zeigte zur allgemeinen Verwunderung auf den ominösen Punkt. Robin Heß nahm das Geschenk dankend an und erzielte so den 2:2 Endstand. vfb-hacky

Tore:
0:1 Melwin-Marc Derfuß 15., 1:1 Luca Hofmann 51., 2:1 Jan-Heinrich Matter 62., 2:2 Robin Heß 90.

VfB Sennfeld:
Linzer, A., Rein, L., Karrer, N. (Gehse,K. 46.), Kunkel, C., Matter, J. (Reichert, N. 79.), Schönleber, T., Schmitt, S., Hofmann, L., Herold, T. (Nies, E. 81.), Laier, N., Heizmann, M.

TSV Billigheim:
Göhl, L., Buding, P., Derfuß, M., Derfuß, L. (Döhler, N. 76.), Wörthmüller, J. (Marekker, S. 62.), Holejko, N., Durdevic, L., Palacino, S., Bender, S., Keller, M. (Rozsa,E. 7.), Heß, R.      

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Nicolas Heuss

Fotos by sigika

Der VfB Sennfeld wünscht beiden Mannschaften viel Erfolg,
und freut sich auf die unterstützenden Besucher

NewsLetter zum Spieltag – 3. KABINEN-TALK

Zum 3. Mal traf sich Trainer Marcel Baumann mit Sigi Karrer zum KABINEN-TALK um die Fans über die Mannschaft und das Team zu informieren.

„Moin Marcel,
nett, dass Du uns wieder zum anstehenden Spieltag ein paar Infos mitteilen wirst.
Zwei hochinteressante Begegnungen liegen hinter uns. Zunächst das gute Spiel gegen den ersten Aspiranten für den Wiederaufstieg in die Verbandsliga, den TS Mosbach, das zeigte, dass wir sehr gut mithalten und sogar in Führung gehen konnten. Selbst der Gastgeber bestätigte in der Zeitung dem VfB „… doch das Ergebnis spiegelt nicht die starke Leistung des VfB Sennfeld wider.“ Für mich ein besonderes und aufrichtiges Lob des Gegners und das noch dazu in der Presse. Das ist uns noch nicht widerfahren, Danke an dieser Stelle.
Gegen Mosbach spielten wir über einer Stunde sehr gut gegen den Favoriten und führten sogar verdient ab der 52. Spielminute. Wir hätten gut und gerne auch zur Halbzeit schon 1:3 führen können. Doch dann spielten die Hausherren ihre Stärken aus und konnten das Spiel drehen und im Nachhinein betrachtet auch nicht unverdient für sich entscheiden.
Das Spiel gegen Königshofen war nicht minder gut. Klar, dass die Gastgeber nach zwei Niederlagen unter Zugzwang standen. Aber das machte sie damit nicht gleichzeitig stärker.
Im Gegenteil, wir hatten erneut einige Chancen, die wir leider nicht zu nutzen wussten.
Marcel würdest Du bitte, kurz auf die beiden zurückliegenden Begegnungen eingehen und uns mitteilen, wie Deine und Max‘ Analyse hierzu ist ?

Ich war am Montag beim Training vor dem Spiel gegen Königshofen und überrascht, ob der Vielzahl von Spielern, die dabei waren. Eine anstrengende Woche – wenn man bedenkt, letzten Freitag Training, Sonntag Spiel gegen Mosbach, Montag Training, Mittwoch Spiel gegen Königshofen, Freitag Training und Sonntag das Spiel gegen Billigheim – ein ganz schön stressiges Programm.

Da möchte ich mal behaupten, so eine „englische Woche“ muss man nicht all zu oft haben, noch dazu, dass das Mittwochspiel schon um 18 Uhr wegen des fehlenden Flutlichts stattfinden musste, oder wie siehst Du das ?

Beim Spiel in Königshofen hatte ich den Eindruck, dass wir personell etwas dünn aufgestellt waren.
Oder täusche ich mich da ?

Die Anfangsphase sieht stets gut aus (ausgenommen gegen Grünsfeld 😊) doch in Mosbach kassierten wir den Gegentreffer in der 67. Spielminute und gegen Königshofen in der 69. Spielminute. Ist unser Spiel zu kraftintensiv, dass wir im letzten Viertel nicht mehr die nötigen „Körner“ haben um diese Gegentreffer zu vermeiden?

Kann natürlich auch sein, dass es nun mal gerade Zufall war, dass diese beiden Tore nahezu zeitgleich fielen, oder wie siehst Du das ?

Unser nächster Gegner hat den Saisonauftakt hinter sich, wie er auch bei uns hätte verlaufen können. Drei Spiele und null Punkte. Da steht man schon ein Stück weit unter Zugzwang.
Siehst Du diese Situation für uns dadurch bedrohlicher, dass die Gäste aus Billigheim alles darauf geben werden, den oder die ersten Punkte zu erzielen?

Ist euer Kader am Sonntag komplett und wie wird der VfB Sennfeld in diese Begegnung gehen?

Marcel, besten Dank für die Infos aus unserem neuerlichen Kabinen-Talk und selbstverständlich viel Erfolg beim Spiel gegen den TSV Billigheim!

Sigi Karrer

NewsLetter zum Spieltag – 1. KABINEN-TALK

Am Freitagabend traf sich Sigi Karrer mit Trainer Marcel Baumann nach dem Training vor dem anstehenden Saisonauftakt in der Landesliga gegen den FC Grünsfeld.

„Hallo Marcel,

in zwei Tagen startet die Saison. Wie viele andere wirst Du vermutlich noch viel intensiver die ersten Spieltage und Gegner unserer Mannschaft in der LL zur Kenntnis genommen haben. Das darf man gut und gerne „stramm oder respektvoll“ nennen, mit dem letztjährigen Tabellenvierten Grünsfeld zum Auftakt, dann zum Verbandsligaabsteiger TS Mosbach und danach zum Tabellensechsten SV Königshofen. Ohne pessimistisch sein zu wollen, könnte es aber durchaus sein, dass man nach drei möglichen Auftaktniederlagen gegen Billigheim schon absolut unter Druck und in der Pflicht steht.


Wie seht ihr dieses Auftaktprogramm, bzw. wie wollt ihr dies angehen?“

Wie ist eure Trainingsvorbereitung auf die Saison verlaufen, bist Du guter Dinge?“

Magst Du uns ein paar Informationen zur möglichen Mannschaftsaufstellung geben !?

Marcel, besten Dank für die umfänglichen Information vor dem Saisonauftakt in der Landesliga am kommenden Sonntag.

Selbstverständlich wünsche ich Dir und deinen Jungs viel Erfolg.

Gruß  

Vorstandssitzung des VfB Sennfeld

v.l.: Jürgen -Memphis- Mendel, Jens Bönisch, Sigi -sika- Karrer, Roland Bauer, Eberhard -Felix- Friedrich, Falk Richter, Matthias -Matze- Keller, Mario Felke, Andreas -Andi- Linzer, Andreas -Malle- Riegler, André Schönsiegel, Luca Ziegler, Julian Bauer

nähere Infos aus der Vorstandssitzung in Bälde

SOMMER-INTERVIEW mit Michael, Michi Bauer

am Ende des Interviews eine umfängliche Fotozusammenstellung von Michi –
Fotos by sigika

Hallo Michi,

bereits Ende Februar wurde Dein Nachfolger, Marcel Baumann als der neue Trainer des VfB Sennfeld für die kommende Saison in der Presse und auf unserer Homepage vorgestellt, der nun die Geschicke übernehmen soll.

Michael, Du hast 3 ½ Jahre als verantwortlicher Trainer die sportlichen Geschicke des VfB Sennfeld sehr erfolgreich geleitet. Zunächst als Co-Trainer zusammen mit Michael Lieb 2021/22 begonnen und 2023 den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Nach einem Jahr seid ihr leider wieder aus derselbigen abgestiegen und ab der Saison 2023/24 hast Du nun als allein verantwortlicher Cheftrainer abermals den Aufstieg in die Landesliga als Meister der Kreisliga erreicht.
Hierzu beglückwünschen ich/wir dich und zollen Dir größten Respekt und Anerkennung.

Zunächst als Co-Trainer mit Namensvetter Michi Lieb und dann als alleiniger Cheftrainer, bzw. Spielertrainer.
Was war einfacher, oder schöner/besser, bzw. wie waren deine ersten Erfahrungen mit der Trainertätigkeit?

Beides war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Grundsätzlich habe ich sehr gute Erfahrungen machen dürfen, wenn auch der knappe Abstieg mich sehr geärgert hat. Ich durfte schnell feststellen, dass es nicht nur auf das Training ankommt, sondern die vielen Charaktere unter einen Hut zu bekommen und als Team zu formen, auch wenn der Erfolg nicht da ist, das die größere Aufgabe war. Wir verbringen unheimlich viel Zeit miteinander und, aufgrund der vielen engen Freundschaften in der Mannschaft werden die ‘privaten‘ Probleme auch oft mit ins Training, oder zum Spiel gebracht. Das macht unsere Mannschaft aus, aber es macht es manchmal auch schwieriger als vielleicht anderswo.

Du kamst ja quasi aus der eigenen Mannschaft und hast dann auch noch für dich entschieden, selbst noch einige Spiele aktiv auf dem Platz bestreiten zu wollen, bzw. hast das dann auch getan.
Gab es da hin und wieder Reibungs- oder Streitpunkte, auch seitens der Mannschaft, wenn Du nun zu entscheiden hattest, wer steht in der Startaufstellung, wer wird wann ein- oder ausgewechselt?

Da gab es natürlich Reibungspunkte. Die gehören auch dazu. Schließlich will jeder Fußball spielen, wenn dieser Wille nicht da ist, wäre es schlechter. Trotzdem hat man einen gewissen Plan, oder manchmal auch ein Gefühl, das dann entscheidet. Manchmal, weil ein Spieler besser von der Bank kommt und das Spiel nochmal ändert. Manchmal, weil ein Spieler im Training sehr auffällig war und sich dann die Chance verdient hat. Bei mir gab es auch immer ein Grundgerüst an Spieler, die Verantwortung auf  dem Platz übernahmen. Zudem gibt es auch immer Positionen, die einfacher gewechselt werden als andere.

Da gibt es viele Gründe, die bei den Entscheidungen eine Rolle spielen, so auch, dass mir u.a. ebenfalls Fehler unterliefen. Hier war der Umgang aber immer sehr offen und ehrlich, meistens nach Abpfiff auch schnell wieder gelöst. Man kann es nicht allen Recht machen. Selbst in dieser Saison, als Meister mit einem erfolgreichem Ergebnis, gibt es immer Dinge, die andere anders machen würden, oder manchmal auch ich selbst es im Nachhinein anders gemacht hätte. Aber auch das gehört zu einer verantwortlichen Position mit dazu.

3 ½ Jahre in einer Trainerfunktion bei einem Profiverein sind ja schon eher eine relativ lange Amtszeit. Bei einem kleinen Verein wie dem unsrigen wohl eher nicht. Doch sicher hast Du in den 3 ½ Jahren gute, wie auch weniger guter Erfahrungen gemacht.
Was hat dich während deiner Trainertätigkeit am meisten erfreut und begeistert, bzw. am meisten enttäuscht?

3 ½ Jahre sind auch bei einem kleinen Verein eine lange Zeit. Wenn man sich die Vereine im Umkreis anschaut, vor allem, wenn ma unsere „Historie“ sieht, mit zwei Aufstiegen und einem Abstieg – 2x Relegation – diese Zeit war sehr intensiv. Vielleicht ist deshalb auch aktuell die Spannung raus, weil die letzten drei Jahre sehr intensiv waren und wir eigentlich kein Spiel hatten, in dem es um nichts mehr ging. Wirklich positiv fand ich, dass die meisten Spieler mit Kritik direkt zu mir gekommen sind, das natürlich ein gewisses Vertrauen erfordert. Zu dem hatte ich immer das Gefühl, wir sind für Alles als Team verantwortlich und da gehöre ich auch dazu. Es war immer – eine Mannschaft – und nicht – die Mannschaft – und der Trainer alleine. So sind auch für mich neue Freundschaften entstanden.
Von den Spielern so aufgenommen und angenommen zu werden, hat mich sehr beeindruckt. Viele haben den Spagat zwischen Freund/Kumpel und Trainer, der nicht nur für mich nicht einfach war, sondern auch für die Spieler, die sehr gut verstanden und gewusst haben, wann ein Späßchen sein darf, und wann ich Konzentration oder Disziplin einfordere.
Trotz dessen, dass manche Spieler gleich alt, oder älter waren als ich, war der Umgang immer sehr respektvoll. Nur, das Bälle sammeln klappt bis heute noch nicht wirklich gut 😊
Enttäuschungen gab es natürlich auch, wenn auch nur vereinzelt. Manche Spieler mussten auch lernen, dass der Kader breiter und besser wurde, und/aber trotzdem auch jeder spielen wollte. Zum Ende hin fand ich es etwas schade, dass die Erfolge, wie Meisterschaft als selbstverständlich angesehen wurden, von uns Spielern, aber auch mir als Trainer. Das ist aber ein Stück weit auch normal, so lange der Erfolg da ist. Dieser Erfolg war aber allerdings sehr hart erarbeitet. Das vergisst man am Ende. Zu dem kommt dabei, zu Recht, unsere Abstiegssaison etwas zu kurz – zu diesem Zeitpunkt hatten wir eigentlich unter jenen Umständen eine sehr gute Saison gespielt, wie ich finde. Ärgerlich, dass es am Ende nicht gereicht hat.  

In der Funktion eines Spielertrainers warst Du ja quasi doppelt belastet. Sicherlich kann man auch ein Spiel auf dem Spielfeld analysieren und erkennen, was läuft, bzw. was nicht. Doch hat man m.E. vom Spielfeldrand eine doch noch erhabenere und umfassendere Übersicht, da man sich nicht zeitgleich noch mit einer möglichen Ballannahme, oder einem zu schlagenden Pass befassen muss.Wie waren hier Deine Erfahrungen, bzw. hat “man(n)“ schon mal komisch geschaut, wenn Du ausgerechnet dann oder wannn dich selbst eingewechselt hast?

Hierzu muss vielleicht gesagt werden, dass der Wunsch, wann und ob ich mich einwechsle in der Regel aus der Mannschaft kam, in Absprache mit Max und meistens nicht von mir alleine. Gerade in dieser Saison war der Kader entsprechend groß und gut, dass ich aus meiner Sicht mit meiner Fitness nichts in der Startelf zu suchen hatte. Das soll sich in der nächsten Saison ändern. Ich konnte, bzw. habe oft selbst nicht richtig mittrainiert, um das Training aufmerksamer beobachten zu können und entsprechend reagieren zu können.

Insgesamt habe ich mich 8x eingewechselt, davon 6x mal in der Nachspielzeit. Ich denke nicht, dass ich hier jemanden damit etwas weggenomen habe. Von Beginn an habe ich nur gespielt, wenn wir keine andere Option hatten, oder positionsbedingt zu viele Spieler gefehlt hatten. Ich hatte immer das Gefühl, am Spielfeldrand mehr helfen zu können, als auf dem Platz, doch das ging nicht immer. Dennoch habe ich eigentlich immer zurückgesteckt und hätte oft gerne mehr gespielt.

Du bist vor nicht all zu langer Zeit stolzer Vater geworden. Sicherlich wird dieser Umstand, bzw. deine Familie allgemein, mit dazu beigetragen haben, die Trainertätigkeit zu beenden.
Gab es noch weitere Gründe für das Ende deiner Trainertätigkeit?

Natürlich ist die Familie, Zuhause der Hauptgrund dafür, dass ich die Tätigkeit erst einmal beenden möchte. Ein weiterer Grund dafür ist, dass ich, seitdem ich beim VfB bin, eine sehr intensive Zeit, sowohl sportlich als auch privat hatte. Mit Auf- und Abstieg, immer in Verantwortung, ob als Co-Trainer oder Trainer, habe ich nebenbei geheiratet, ein Haus umgebaut, und bin Vater geworden. Ich möchte einfach mal wieder nur meine Tasche packen und mich nur auf das Spiel, oder Training, konzentrieren und vorbereiten.
Dabei mit meinen Freunden auf dem Platz möglichst viele Siege einfahren, den Fußball und die Zeit wieder mehr genießen können, ohne direkt an alles denken zu müssen.
In aller Regel war ich bei jedem Training der erste, der kam, und der letzte, der ging. So verstehe ich Trainertätigkeit, aber das ist eben immens zeitintensiv. Selbst wenn die Zeit sehr schön war.

Kannst Du dir vorstellen, zu gegebener Zeit eine solche Trainertätigkeit wieder aufzunehmen, oder sonst irgendwo im sportlichen Bereich oder im Verein tätig zu sein?

Sag niemals nie. Vielleicht ergibt sich nochmals die Gelegenheit, in ein, zwei, oder drei Jahren als Trainer irgendwo, oder nochmals für den VfB tätig zu sein. Doch aktuell kommt es für die kommende Saison nicht in Frage. Vielleicht kann sich der Ehrenvorsitzende Jürgen Walter noch an den Termin erinnern. Er weiß sicher noch, dass es ganz schön Überzeugungsarbeit bedurfte, dass ich das Amt überhaupt übernahm. Es war nicht mein erster Wunsch, die Mannschaft als Chef-Trainer zu übernehmen. Es war, so ehrlich muss man auch sein, eine kleine „Notlösung“.

Dann habe ich zum VfB Sennfeld durch meine Jugendzeit und Freunde schon eine andere Verbindung als zu anderen Vereinen. Und das hat auch von Tag 1 an eine wichtige Rolle gespielt. Eine andere Tätigkeit in einem Verein zu übernehmen, kann ich mir aktuell tatsächlich nur beim VfB Sennfeld, oder dem SV Leibenstadt vorstellen, aber sicher nicht die nächste Saison – in der Zukunft eventuell.

Sowohl Leibenstadt, als auch Sennfeld sind keine großen Vereine. Zwischenzeitlich warst Du während deiner Fußballlaufbahn auch bei anderen Vereinen aktiv.
Wie fandest Du letztendlich die Voraussetzungen, bzw. Gesamtumstände für deine Trainertätigkeit beim VfB, siehst Du irgendwo Ergänzungs- oder Verbesserungsbedarf, das anzustreben wäre?

Es gibt immer Verbesserungsbedarf. Auch bei den Vereinen, in denen ich zuvor aktiv war. Zu Beginn meiner Tätigkeit war z.B. die Suche nach Trainingsmaterial in Sennfeld und in Roigheim sehr nervig und zeitaufwendig. Das haben wir gelöst bekommen, wie viele weitere kleine Dinge auch. Trotzdem ist es immer gut, Verbesserungsvorschläge mit einzubringen, um aktuell zu bleiben. Das haben wir, Trainerteam und Abteilungsleiter, auch bei jeder Besprechung gemacht. Ich habe das sehr positiv in Erinnerung. Mit vielen guten Vorschlägen und Ratschlägen, gerade mit Pascal, war der Austausch sehr regelmäßig und ehrlich. Wir waren nicht immer gleicher Meinung, ganz im Gegenteil. Doch man war immer ehrlich und offen für die jeweils andere Meinung. Das hat uns beiden, so glaube ich, sehr geholfen. Wir mussten nicht aufpassen, was wir sagen – sondern, konnten einfach frei ansprechen, was uns störte, oder was wir gerne anders hätten.

Diese Voraussetzungen fand ich persönlich gut – Oli Gramlich hat mir vor den Spielen sehr viel abgenommen. Was mich nach wie vor begeisterte, war die Anzahl an Zuschauern, die zu jedem Spiel da waren und wie viele davon mit so viel Leidenschaft und Engagement.

Ich möchte noch ein großes DANKE an alle sagen, die mich, oder den Verein in dieser Zeit begleitet und unterstützt haben. An meine Frau und Familie, die den ganzen „Spaß“ mitmachen, wie auch meine Laune zuhause ertragen musste. Und wer meinen Ehrgeiz kennt, weiß, dass meine Laune auch mal sehr beschissen sein kann.
DANKE an alle so zahlreichen Zusachauer: es macht einfach viel mehr Spaß, wenn so viele jedes Wochenende mit dabei sind.
DANKE an die Verantwortlichen des VfB, dass sie mir nach dem Abstieg weiter das Vertrauen geschenkt haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit und mit einem Abstieg meine „erste“ Trainertätigkeit zu beenden, hätte mich innerlich noch Jahre geärgert!
DANKE an meine Co-Trainer, TW-Trainer und Betreuer, die mich immer unterstützt haben, auch wenn wir mal unterschiedlicher Meinung waren.
DANKE an jene, die den Instagram-Account pflegten, die Homepage mit Bildern und Berichten füllten, die Trikotwaschfrau, die selten die Trikots rechtzeitig und ordentlich bekam, den Streudienst und die Putzfrau, an Schönnes, der mir immer mit Rat & Tat zur Seite stand und am Ende, DANKE allen Spielern, für die unfassbare, schöne und intensive Zeit. Es hat richtig Spaß gemacht.
DANKE auch an die Spieler, die mich kennen, seit ich laufen kann – sie haben mich jederzeit als Trainer angenommen.

Einfach ein DANKE an ALLE, auch die, die ich jetzt vergessen haben sollte 😉

Michi, jetzt sage ich Dir DANKE für deine umfänglichen Antworten auf meine Fragen und wünsche Dir alles Gute für die Zukunft.

Schriftführer