Sonntag, 29. März, 15.00 Uhr, 16. ST KK A in Leibenstadt SpG Leibenstadt 1 / Sennfeld 2 – SV Seckach 0:2 (0:1)
Sonntag, 29. März, 15.00 Uhr, 20. ST LL in Sennfeld VfB Sennfeld – SV Eintracht Nassig 1:1 (1:0)
Mit der heutigen Partie tut sich auch ein Spielberichtschreiber nicht ganz so leicht. Zumindest gerecht war die Punkteteilung, wenngleich sie vielleicht zwei Tore zu hoch ausfiel. Zu Beginn hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel und hätten in der 12. Minute durchaus in Führung gehen können, doch zielte Nassigs Goalgetter Marco Budde aus kurzer Distanz zu hoch und der Ball ging über die Querlatte. Aus einem Durcheinander in der Sennfelder Abwehr nach einem Eckball in der 33. Minute konnten die Gäste ebenfalls kein Kapital schlagen. Der VfB war in der Folge ebenbürtig und ging mit dem Halbzeitpfiff durch ein Abstaubertor von Julien Dotzauer nach vorangegangenem Kopfball von Nikola Vintonjak etwas überraschend in Führung.
In der zweiten Hälfte hatte der VfB zunächst etwas mehr vom Spiel ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Duplizität der Ereignisse,@ Nassig erzielte in der 57. Minute ebenfalls per Abstauber nach abgewehrtem Schuss durch Josua Szabo den verdienten Ausgleich. Danach hielt Gästekeeper Moritz Floder noch einen strammen Fernschuss von Matter ehe Schiedsrichter Bechtel aus Sinsheim ein Einsehen hatte und das Spiel 2 Minuten vor Ende der angezeigten Nachspielzeit beendete. (vfb-hacky)
wir haben den letzten Kabinen-TALK vor dem Spiel gegen Königshofen wegen der zurückliegenden Mitgliederversammlung, aufgrund derer ich noch mit dem Protokoll beschäftigt war, ausfallen lassen. Doch schon da zeigte sich nach dem Spiel gegen den TS Mosbach die einhellige Meinung aller, ob Laien, Experten, Aktive oder Passive, dass man, der VfB, eigentlich einen Punkt sehr wohl verdient hätte. Leider war dem nicht so. Umso mehr erfreute man sich nach dem Spiel gegen Königshofen über die tolle Moral, die die ganze Mannschaft zeigte, als sie nach 28 Minuten bereits mit 0:2 zurück lag und sich ein Desaster anzubahnen drohte. Doch dem war nicht so. Der vor der Pause wichtige Anschlusstreffer durch Luca zum 1:2 war offensichtlich der Punkt, ab dem unsere Jungs daran glaubten, dass da noch mehr drin ist. Und sie haben es bewiesen.
Du kannst gerne auch noch etwas zum Spiel gegen Mosbach sagen, doch wie beurteilst Du das Spiel gegen Königshofen, wie hast Du die Jungs in der Halbzeitpause motiviert?
Wenn wir beim Spiel gegen TS Mosbach mit einem Unentschieden vom Platz gehen, beschwert sich Türkspor auch nicht. Selbst deren Trainer kam nach dem Spiel zu mir und lobte uns für unser Spiel, bzw. fragte sich, warum wir nicht mehr Punkte hätten.
Das Spiel gegen Königshofen war in den ersten 20 Minuten gar nicht so schlecht, doch haben wir es versäumt, das 1:0 zu machen. Stattdessen steht es nach 20 Minuten 0:2, wobei dieses 2. Tor ein Traumtor war. Sehr wichtig war der Anschlusstreffer noch in der 1. Halbzeit und mit beginn der 2. Spielhälfte hatten wir das Spiel wieder voll unter Kontrolle. Wir kamen besser in die zweiten Bälle und waren dazu auch extrem effizient. Wir waren dann einfach gut im Spiel drin und wenn dann auch noch ein Vintonjak seinen Lauf hat, dann läuft’s. Das Tor von gut 50 Meter von der Mittellinie muss man auch erst Mal so machen. Man muss sehen, dass der Keeper zu weit draußen steht, und dann muss man es sich auch zutrauen. Und Nico weiß, wo das Tor steht. War einfach ein klasse Tor.
In der Halbzeit habe ich natürlich versucht, das Positive herauszuziehen, das bei den Jungs auch ankam, da sie erkannt haben, dass wir in der 1. Halbzeit schon Vieles richtig gemacht hatten. So ein Spiel wie gegen Königshofen ist dann auch mal gut für die Moral und Motivation, wenn man einen 0:2 Rückstand aufholt und dann auch noch das Spiel zu seinen Gunsten dreht.
Es ist noch nichts in trockenen Tüchern, aber dieser Sieg war sehr wichtig, um den Tabellenplatz zu sichern und den Abstand zum Relegationsplatz zu wahren. Ich als Interviewer würde mir nun, neben einem Sieg für uns gegen Billigheim zudem ein Remis zwischen Königshofen und Diedesheim wünschen. Man würde somit an Königshofen vorbeiziehen und auf Diedesheim aufschließen können. Du wirst eher zu Recht sagen, dass wir uns auf unsere Spiele konzentrieren müssen. Im Hinspiel lagen wir bereits nach 15 Minuten mit 0:1 zurück, konnten aber durch Tore von Luca und Jan in der 2. Halbzeit (51‘ und 62‘) das Spiel zum 2:1 drehen, mussten dann aber in der 3. Minute der Nachspielzeit einen ‘unnötigen‘ Strafstoß und dem damit verbunden 2:2 hinnehmen. Zwei Punkte, die uns jetzt guttäten. Doch weg mit dem Konjunktiv und Wunschdenken. Dagegen konnte Billigheim in der Rückrunde mit 1:0 gegen Grünsfeld gewinnen und musste sich zuletzt beim TS Mosbach mit 4:1 geschlagen geben.
Motivationsarbeit wird wohl nicht allzu sehr notwendig sein. Wie willst Du und Max die Mannschaft aufstellen, um dieses Mal alle drei Punkte nach Sennfeld zu entführen?
Das Spiel gegen Billigheim ist ein extrem wichtiges Spiel in unserer aktuellen Situation, wo wir noch mit unten drinhängen. Da haben wir schon in der Vorrunde zwei Punkte verschenkt. Ein Spiel, das eigentlich frühzeitig entschieden war. Doch auch da hätten wir das 3. und 4. Tor nachlegen müssen. Doch auch hier zieht es sich fast wie ein roter Faden durch die Saison, kriegen wir dann noch in der 93. Minute das 2:2. Das war bitter. Das waren eigentlich wichtige Punkte, um uns von Billigheim absetzen zu können, doch so sind sie bis jetzt eben auf Schlagdistanz zu uns.
Wir haben jetzt keine Angst vor dem Spiel, die Jungs haben Bock drauf, sie haben am letzten Wochenende gezeigt, was bei uns an Potenzial vorhanden ist.
Wie immer, vielen Dank für Deine Antworten und erneut wünsche ich euch viel Erfolg beim Spiel gegen Billigheim!
Gute Trainingsbeteiligung nach dem verdienten Heimsieg gegen Königshofen – mögen die Jungs den Flow, die Motivation und ihr Können beim nächsten Gegner in Billigheim wieder zum Einsatz bringen können!
Im Oktober traf sich Sigi Karrer mit Tischtennis-Abteilungsleiter, Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied Eberhard, Felix, Friedrich mehrfach zu einem allgemeinen Informationsaustausch, natürlich mit dem Fokus auf das Tischtennis gerichtet.
„Hallo Felix, Du bist heute im ehrenwerten Alter von 72 Jahren und befindest dich im 43. Jahr als Vorsitzender der TT-Abteilung. Die beiden Mannschaften, wie auch die Jugendmannschaft, schlagen sich derzeit relativ gut. Auch Du selbst spielst noch aktiv mit. Lass uns Mal bitte einen Rückblick und auch einen Blick in die Zukunft vornehmen, um all unsere Mitglieder und Interessierte des Vereins über all deine, sehr langjährigen, wie auch umfänglichen Aktivitäten innerhalb der TT-Abteilung darzustellen, die sich vermutlich keiner sonst so wirklich vorstellen kann.
Lieber Felix, Meine erste Frage wäre die, ob es denn schon vor deiner Zeit eine TT-Abteilung gab?
Die TT-Abteilung gibt es nicht erst, seit ich diese übernommen habe. Der Tischtennissport hatte bereits nach Kriegsende einen hohen Stellenwert im gesamten Bezirk. So ist in einer Chronik des TT-Kreises Buchen zu lesen, dass im Jahr 1946 neben dem BJC Buchen nur noch der VfB Sennfeld eine TT-Abteilung gegründet hatte. Bereits 1947 wurde der Spielbetrieb mit einer Bezirksklasse aufgenommen, in welcher der VfB mit namhaften Mannschaften wie Buchen, Mosbach und Wertheim konkurrierte. Die damaligen Spiel- und Trainingslokale waren die Säle der Gaststätten „Engel“ und „Ross“. Nach Aussage des letzten Abteilungsleiters, dem inzwischen 93-jährigen Rudi Haas, der übrigens auch heute noch, alle Spiele der Abteilung Fußball und Tischtennis im Internet verfolgt, endete der Spielbetrieb schließlich im Jahr 1955.
Und dann ging es ja irgendwann doch irgendwie weiter, wobei u.a. auch Du dann mit involviert warst.
Wann und wie wurde die TT-Abteilung wieder ins Leben gerufen und wie kam sie zum VfB?
Im Frühjahr 1982 wurde von einigen Hobbyspielern der Wunsch geäußert, eine TT-Abteilung zu gründen. Da die meisten Spieler ehemalige, bzw. aktive Spieler des VfB waren, wie Klaus Schöll und Herbert Bade, lag es nahe, sich an die Vorstandschaft des VfB Sennfeld zwecks Aufnahme in den Verein zu wenden. Zu erwähnen sei noch, dass einzig Herbert Bade bereits in den Jahren 1946 – 1955 Tischtennis gespielt hatte und so sind wir 1982, quasi vor dem ‘Re-Start‘ in die Räumlichkeiten der Festhalle gegangen, wo wir noch die alten Platten von seinerzeit vorfanden. Mein Bruder Willi, der selbst lange Jahre aktiv war, schweißte dann das Gestänge der alten Platten zusammen und danach konnte es losgehen mit dem Training.
Ab wann hast Du dann schließlich selbst die Sparte Tischtennis als Abteilungsleiter übernommen, bzw. warst Du zuvor auch schon als Spieler in der Abteilung aktiv?
Unter dem damaligen Vorsitzenden Hans Walter, der sich für die Eingliederung des TT in den VfB einsetzte, wurde der Antrag in der Vorstandssitzung vom 8.4.1982 positiv beschieden, vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder in der nächsten Generalversammlung. Im Januar 1983 wurde die TT-Abteilung offiziell in den VfB integriert und ich zum Abteilungsleiter gewählt.
Unser 1. Spiel in der Kreisklasse B des TT Kreises Buchen im September 1983 fand gegen Hollerbach statt. Größere Umstände, als das Spiel zu bestreiten, bereitete uns die Anfahrt, da wir fast nicht die Spielstätte in Buchen gefunden hätten und nur knapp vor Spielbeginn dort eintrafen. Die Suche nach der Halle hatte schließlich länger gedauert als das Spiel selbst, das wir in der Besetzung Klaus Schöll, Herbert Bade, Herbert Flindt und mir, mit 7:1 gewinnen konnten. In dieser Besetzung spielten wir auch die komplette Runde durch und nach zwei Jahren stiegen wir von der Kreisklasse B in die Kreisklasse A auf.
Sehr interessant, dies alles von jemanden zu hören, der das selbst aktiv miterlebt hat, fantastisch. Doch nun eine andere Frage.
Hast Du, neben dem Tischtennis, auch eine andere Sportart, z.B. Fußball, ausgeübt?
Es war durch die Landwirtschaft bedingt nicht einfach, da sowohl mein Bruder als auch ich, stets zuhause mithelfen mussten. 1972 konnte ich hin und wieder mittrainieren, habe dann aber nach einer schweren Knieverletzung, durch das Fußballspielen verursacht, aufhören müssen.
Viele Leute trauern häufig den guten alten Zeiten nach.
Siehst Du das ähnlich, war früher als besser als heute, auch beim Tischtennis?
Das kann man m.E. pauschal so nicht sagen. Der Zulauf war früher auf jeden Fall besser als heute, als wir sogar noch vier Mannschaften gemeldet hatten. Dies war so etwa um 2008, als wir, sozusagen den sportlichen Höhepunkt der Abteilung hatten. Spieler aus 16 Ortschaften waren bei uns gemeldet und das wäre evtl. reif für das Guinnessbuch der Rekorde gewesen.
Ein Beispiel dafür war die Aufstiegsmannschaft 2008 in die Bezirksliga, die die Sportkreise Buchen, Mosbach, Sinsheim und Tauberbischofsheim umfasste. Klaus Schöll und Daniel Reinhard aus Sennfeld, Ralf Klesel aus Hemsbach, Steffen Müller aus Neunstetten, Uwe Roth aus Sindringen, Jürgen Roth aus Gommersdorf und Volker Müller aus Schlierstadt standen in der Mannschaft.
Und, das Gute und Interessante ist aber auch heute noch, dass man in diesem Sport, so wie zuletzt ich selbst, als über 70-Jähriger gegen eine 17-Jährige spielen kann.
Wie waren die Gesamtumstände seinerzeit, als DU die TT-Abteilung übernommen hast?
Wir haben von Anfang an akzeptiert, dass wir nur der kleine Bruder des Fußballs im Verein sein werden und haben uns in dieser Position aber wohl gefühlt.
Wie ich aus Erzählungen gehört habe, aber auch früher freitagabends im Sportheim selbst erlebt habe, war dies, dass ihr nach euren Wettkämpfen stets auch noch gesellschaftlich gemeinsam mit den Gegnern den Spieltag im Sportheim beendet habt. Eine sicherlich schöner und erlebenswerter „Brauch“
Was hast Du, habt ihr daraus mitgenommen?
Viele Bekanntschaften und auch Freundschaften sind daraus entstanden.
Seit meiner Zeit als Schriftführer des Vereins, und das bin ich nun auch schon seit 2014, habe ich in den zurückliegenden Jahren zum einen stets vernommen, dass ihr eigentlich immer irgendwie ums „Überleben“ kämpft, meist personalbedingt, aber andererseits es auch immer wieder geschafft habt, weiterhin 2-3 Mannschaften zu melden.
Wie bekommt ihr das immer wieder hin?
Alters-, verletzungs- und coronabedingt reduzierte sich der Spielerkader immer mehr, bis durch die Reaktivierung der Jugendabteilung sich ein gewisser Grundstock herauskristallisierte, auf den man dann wieder aufbauen konnte.
Ebenso bist Du bis zuletzt immer wieder auch stolz darauf, eine Jugendmannschaft nominieren zu können, die ja, logischerweise, irgendwie den Nachwuchs, das Fortbestehen der Abteilung, sichern soll.
Wie siehst Du, gänzlich unbedarft, die weitere Zukunft der TT-Abteilung?
Seit einigen Jahren konnten wir wieder einige Jugendliche für den TT-Sport begeistern und der Erfolg in den jeweiligen Mannschaften zeigte sich auch bald. Neben Trainer Klaus Schöll und seinem Co, Wolfgang Karpstein, ist vor allen Dingen Sigi Geiger als Betreuer und Jugendleiter besonders hervorzuheben. Ich sehe auch weiterhin Potenzial für den Tischtennis in Sennfeld. Wer Interesse an dieser schönen Sportart hat, kann montags ab 19 Uhr in die Festhalle kommen und beim Training reinschnuppern.
Wenn Du eine Person besonders hervorheben würdest, wer wäre dies?
Dann wäre das, ganz klar Klaus Schöll. Als hervorragender Spieler, als engagierter Jugendleiter und Trainer von Tochter Miriam, die große Erfolge im Badischen Tischtennisbereich feiern konnte, als guter Kamerad und Vorbild für Alle.
Vor vielen Jahren wurde der Dr.-Erich-Häußler-Wanderpokal instituiert und viele Jahre ausgespielt, bis er irgendwann nicht mehr stattfand.
Woran lag es, da man doch damit auch immer wieder versuchte, den TT-Sport damit zu bewerben und der Bevölkerung näher zu bringen?
Der Pokal wurde 1988 das 1. Mal und 2019 das letzte Mal ausgetragen. coronabedingt und nachlassendes Interesse der Bevölkerung haben dann zu dem Entschluss geführt, das Turnier nicht mehr auszutragen. Ein weiterer Grund war der Wirtschaftlichkeitsfaktor, großer Aufwandund zu wenig Ertrag.
Du erinnerst Dich – früher hatten wir in unserer monatlich erschienen Vereinszeitschrift „VfB-LIVE“ zum näheren Kennenlernen von Spielern und Verantwortlichen eine Doppelseite mit dem Titel “PORTRAIT“ und dazu die nachfolgenden Fragen, wie man sie auch aus dem Sportteil in der Zeitung kennt, die ich Dich bitten möchte, mir zu beantworten:
Welches ist dein Lieblingsverein? Außer dem VfB, ganz klar der 1. FC Köln
Zu welcher Musikrichtung tendierst Du? Früher war dies eher Richtung Soul, heut mehr Rock & Pop
Wenn Du nur ein Land wegen seines Essens besuchen dürftest, dann wäre dies? Frankreich
Wo wärst Du jetzt am liebsten? Wenn, dann am ehesten in den Bergen
Wem möchtest Du auf keinen Fall in der Sauna begegnen? Ich bin kein Saunagänger 😊
Wie bringt man dich aus der Fassung? Durch Ungerechtigkeit, da hab‘ ich eine ganz kurze Zündschnur
Welche Gabe möchtest Du besitzen? Frieden in der Welt schaffen
Womit, oder wie entspannst DU dich? Gartenarbeit / Wandern, Yoga und Singen
Welchen Sport würdest Du nie ausüben? Wrestling
Was ist für dich die wichtigste Erfindung? Automobil
Welchen Traum möchtest Du dir noch erfüllen? lange fit bleiben
Meine Abschlussfrage, die ich seit den Interviews mit dem Trainer und dem Ehrenvorsitzenden nun jedem stellen möchte, ist die Frage:
Wo siehst Du am Ende der Saison unsere 1. Fußballmannschaft in der Tabelle, bleibt sie in der Landesliga oder muss sie wieder runter, bzw. was ist dein konkreter Tipp bzgl. des Tabellenplatzes?
Sie werden unter den TOP-Ten landen und haben mit dem Abstieg nichts zu tun.“
Felix, ich danke Dir für deine umfänglichen Antworten auf meine Fragen und wünsche Dir mit deinem Team weiterhin eine gute und erfolgreiche Saison, mit möglichst wenig Personalsorgen.
Glückwunsch Dir und deiner Mannschaft zum 5. Dreier, so wie dem 1. Spiel ohne Gegentreffer, das Torwarttrainer Robert sicher besonders freuen dürfte. Klischeemäßig, doch ohne die Leistung der Mannschaft schmälern zu wollen, würde ich sagen: ein Sieg, der eigentlich zu erwarten war. Ein Sieg, der aber auch notwendig war, um zum einen diesen 10. Tabellenplatz, und zum anderen auch die Gegner weiter auf Distanz zu halten. Ich möchte deiner Spielanalyse nicht vorgreifen, auch fehlt mir dazu der tiefere Einblick, doch das, was ich als Außenstehender feststellen konnte war, dass man erneut zahlreiche Chancen hatte, diese aber nicht konsequent nutzte, das sich bei einem stärkeren Gegner möglicherweise hätte rächen können. So war man letztendlich froh, als Knipser Nico, kurz nach seiner Einwechslung, mit dem 3:0 den „Sack zumachte“. Insgesamt waren dies, meiner Erwartung nach, und auch die, zahlreicher anderer „Experten“ 😊, zu erwartende drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten. Das ist natürlich, zum einen leichter gesagt, wie auch gefordert, als es dann erst Mal real umgesetzt werden muss. Doch wie hast du die Begegnung gegen den FSV Tauberhöhe im Vorfeld und vor allem während des Spiels gesehen?
Einen zu erwartenden Sieg würde ich in dieser Klasse ausschließen. Die Ergebnisse zeigen uns Woche für Woche, dass es immer Überraschungen gab und geben wird. Wir fahren ja auch nicht nach Mosbach, Tauberbischofsheim oder Lauda und geben das Spiel schon im Vorfeld verloren. Gerade bei den Spielern wäre das die falsche Einstellung und Überzeugung.
Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gezeigt und wie du schon richtig angesprochen hast, uns wieder eine Vielzahl an guten Chancen erarbeitet. Gerade nach Eckbällen hatte aber auch die Tauberhöhe ihre Chancen. Eindeutig besser gefallen hatte mir unser Umschaltspiel in die Offensive. Letztendlich müssen wir das Spiel frühzeitiger zu unseren Gunsten Entscheiden.
Am Sonntag konnte nach gut sieben Wochen, seit seiner Verletzung in Nassig, Nils endlich auch am Spielgeschehen wieder aktiv mitwirken. Jetzt hatte er am Sonntag natürlich einen suboptimalen Einstand, aber vermutlich vereinsintern nach einer Minute die schnellste gelbe Karte erhalten, das ihn im Rest des Spiels zu wohl bedachtem Einschreiten veranlasste. Wenn wir von weiteren verletzungsbedingten, oder sonstigen Ausfällen hoffentlich verschont bleiben, kannst Du zukünftig erfreulicherweise aus dem Vollen schöpfen.
Nun wollte ich gerne wissen, wie Du zum einen die gezeigte Leistung von Nils siehst, bzw. den Umstand bewertest, dass der Kader nun wieder vollständig einsatzfähig ist?
Das ist Nils‘ Spielweise, diese macht uns zu einem gewissen Maße stärker und vollständiger. Er geht mit seinem körperbetonten Spiel voran und strahlt eine hohe Präsenz auf dem Feld aus, welche auch auf die Mitspieler übergeht. Auch neben dem Platz ist er ein absoluter Leader! In den fünf Wochen, in denen er nicht auf dem Platz trainieren könnte, war er fast bei jeder Trainingseinheit anwesend und hat die Mannschaft unterstützt. Um es abzukürzen, ich fand seine Leistung sehr ordentlich und bin froh ihn wieder im Team zu haben.
Ich glaube wir bekommen es aktuell mit der richtigen Belastungssteuerung gerade gute hin, die Jungs fit zu halten, aber nicht zu überlasten. Das fängt beim Training an und geht weiter im Spiel. Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader und können so gut rotieren ohne große Qualitätsverluste zu spüren. Es ist eher so, dass die Jungs in der „zweiten Reihe“ auch ihren Teil zum Erfolg beisteuern wollen und nochmal neuen Elan ins Spiel bringen. Zudem erlauben wir uns seit mehreren Wochen, 2-3 Spieler in die 2. Mannschaft abzustellen, um diese zu unterstützen und den Jungs Einsatzzeiten zu geben.
Kommen wir auf den nächsten Gegner am kommenden Sonntag in Oberwittstadt zu sprechen. Widschd spielt mittlerweile seit 16 Jahren, sprich seit der Saison 2009/2010 in der Landesliga. Zuletzt jedoch meist eher in der 2. Tabellenhälfte. In der gemeinsamen Spielzeit der Saison 2023/24 mussten wir im Hinspiel eine unnötige 3:1, nach 0:1 Führung durch Vintonjak, hinnehmen. In der Rückrunde dann, Ende März 2024 konnten wir, auch nach 0:1 Rückstand für O’wittstadt, doch noch durch Tore von Nuno, 2x Steffen und Nico mit 4:1 brillieren. Aktuell befindet sich Oberwittstadt mit 8 Punkten auf dem Abstiegsrelegationsplatz mit 2 Siegen, 2 Remis und 8 Niederlagen. Mit nur neun, und den damit am wenigsten erzielten, Treffern sollte uns dies Mut machen, möglichst erneut keinen Gegentreffer zu bekommen, bzw. den ein oder anderen Treffer zu erzielen und damit unseren Tabellenplatz weiterhin zu festigen. Etwas provokativ gefragt lautet daher meine nächste Frage wie folgt:
Aufgrund des Tabellenplatzes und der Tatsache, dass der nächste Gegner bislang lediglich erst neun Treffer erzielt hat, gehe ich von einer nicht unbedingt unrealistischen Behauptung aus, dass der VfB das Spiel gegen Widschd gewinnen müsste, oder wie siehst du dies?
Wenn du eine Mannschaft in dieser Klasse nicht unterschätzen solltest, dann die Widschder! Sie konnten und können meiner Meinung nach ihre Gegner durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und Mentalität niederringen. Was sie in den letzten Jahren erreicht haben, ist ihnen sehr hoch anzurechnen. Der Verein macht eine tolle Arbeit und entwickelt sich immer weiter. Wenn wir es aber schaffen, die Zweikämpfe anzunehmen und körperlich dagegenhalten, unsere fußballerischen Qualitäten aufs Feld zu bringen, dann sollten wir das Spiel für uns entscheiden können. Ich freue mich persönlich auf das Wiedersehen mit Mario (Greco – Trainer), mit dem ich in der A-Jugend vor über 20 Jahren beim TSV Tauberbischofsheim spielen durfte und meine beiden ehemaligen Spieler Jakob (Seitz) und Maurice (Schmitt) aus gemeinsamen Zeiten bei SV Osterburken.
Jetzt haben wir noch vier Spieltage bis zur Winterpause mit einem, meines Erachtens, strammen Spielplan. Wie in der letzten Frage schon gefordert, einen Sieg gegen Widschd eingeplant, könnten, dürften oder sollten wir gegen Tauberbischofsheim und/oder Lauda gegebenenfalls auch den ein oder anderen Punktverlust einkalkulieren.
Wie sieht diesbzgl. deine Restkalkulation/Spekulation, bzw. reelle Bewertung der letzten vier Spieltage vor der Winterpause aus?
Der Fokus liegt zu 100% auf dem Spiel gegen Wittschd, gerade weil wir unser Restprogramm bis zur Winterpause kennen! Danach geht es gegen die aktuellen 2., 4. und 6. der Liga. Ich finde ein super Programm in unserer aktuellen Situation und für die letzten Wochen im Fußballjahr 2025. Wir haben bewiesen, dass wir auch gegen die „großen“ der Liga mithalten können. Am Montag beginnen wir mit der taktischen „Arbeit“ für die kommenden drei Wochen, die sich gegen diese Teams nicht wesentlich ändern wird. Uns wird nochmal alles abverlangt werden und wird müssen versuchen, alles aufs Feld zu bringen, was wir uns in den letzten Monaten erarbeitet haben, eigentlich geil 😊
Marcel, Vorab vielen Dank für Deine Antworten und wie immer, wünsche ich euch, Dir und deiner Mannschaft, viel Erfolg beim Spiel in und gegen Widschd !