zu den Begegnungen gegen Rosenberg und Neunkirchen
„Moin Marcel,
Doppel-Talk und ‘nur“ zwei Fragen. Doch vorab mein erneuter Glückwunsch zum Punktgewinn. Als Laie vom Spielfeldrand würde ich sagen, dass es in Anbetracht des gesamten Spiels ein nicht unverdienter, aber auch eher ein leicht glücklicher Punktgewinn für den VfB war. Egal, nehmen wir gerne mit, wie auch die Tatsache, dass durch die Niederlage von Königshofen in Billigheim, wir erneut um einen Tabellenplatz nach oben, mittlerweile auf den 9. Rang hochklettern konnten. Chapeau!
Erneut war es allerdings auch kein Spiel, das einen Schönheitspreis bekommen würde, weder die Gäste noch der VfB – doch was zählt, sind bekanntermaßen die Punkte. Zum einen war da Julien, der im Nachschuss von Nikos Torschuss unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff zum 1:0 einnetzen konnte. Dabei hatte man auch Glück, dass die Gäste freistehend vor dem VfB-Tor in der 1. Halbzeit nicht in Führung gingen, wie auch später, dass ein vermeintliches Handspiel im Sennfelder Strafraum vom Schiri nicht gesehen wurde.
Wie sieht deine Bewertung des Spiels gegen Nassig aus?
Hallo Sigi,
ich denke, mit dem Punkt können am Ende beide Seiten gut leben – so haben es auch die Spieler und das Trainerteam aus Nassig nach dem Spiel gesehen.
Nassig war – wie schon im Hinspiel – vor allem bei Standardsituationen sehr gefährlich. Dadurch entstand phasenweise der Eindruck eines spielerischen Übergewichts. Dennoch hatten wir insbesondere gegen Ende der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Hälfte richtig gute Aktionen, die wir sauber über die Flügel vorbereitet haben.
Umso ärgerlicher war es, dass wir genau in dieser Phase den Gegentreffer hinnehmen mussten. Dieser resultierte aus einem zu hektischen Spielaufbau und einem Ballverlust im Zentrum – das sind Situationen, die wir künftig noch klarer und ruhiger lösen müssen.
Den Punkt nehmen wir mit, auch wenn wir natürlich unsere Serie weiter ausbauen wollten. In der Gesamtbetrachtung kann das aber noch ein sehr wichtiger Zähler für uns werden.
Zur spielerischen Einordnung der letzten Partien muss man ganz klar sagen, dass die Platzverhältnisse nach dem doch recht strengen Winter aktuell noch eine große Rolle spielen. Es ist im Moment nicht immer möglich, den Fußball auf den Platz zu bringen, den wir uns grundsätzlich vorstellen.
Deshalb ist es entscheidend, die richtige Balance zu finden: zwischen unserer Spielidee und dem, was unter den gegebenen Bedingungen aktuell machbar und vor allem erfolgsversprechend ist. Genau daran arbeiten wir – und die Jungs setzen das mit hoher Bereitschaft und Leidenschaft um.
Wir haben mittlerweile 2/3 der Saison hinter uns und belegen den anvisierten und gewünschten einstelligen Tabellenplatz. Doch wäre es fatal, zu meinen, man habe es damit fast geschafft. Und wie ich dich mittlerweile kenne, wirst Du diesbzgl. noch keine Sekunde daran verschwendet haben. Immerhin sind noch 30 Punkte zu vergeben und aktuell beträgt unser Abstand zum Relegationsplatz lediglich 5 Punkte. Also müssen wir nach vorne schauen. Auch wenn unter den letzten zehn Begegnungen die Hälfte davon gegen Mannschaften sind, die tabellenmäßig hinter uns liegen. Da darf man sich wohlweislich nicht von blenden lassen und muss jedes Spiel für sich bewerten und entsprechend angehen.
Als nächstes spielen wir nun am Donnerstag in Rosenberg, gegen den Tabellenletzten und am Ostermontag gegen Neunkirchen, dem Tabellenvorletzten. Da wäre es relativ einfach zu sagen: „Da müssen sechs Punkte her!“ – damit könnte man relativ entspannt den nächsten Begegnungen gegen Mudau und Mosbach entgegensehen. Doch auch ich sehe die leicht latente Gefahr, hier die Spieler diesbzgl. zu sensibilisieren und entsprechend einzustellen, das dann wohl Deine und Max‘ Aufgabe sein wird.
Wie werdet ihr die Jungs zu den ‘vermeintlich leichten Gegnern‘ und den dennoch so schweren Spielen entsprechend einstellen?
Da hast du absolut recht und kennst meine Einstellung 😊
Solange rechnerisch noch etwas möglich ist – und das wäre aktuell sogar noch am vorletzten Spieltag der Fall – werden wir keinen Deut nachlassen.
Im Gegenteil: Wir werden noch einmal einen Zacken zulegen.
Rosenberg und Neunkirchen befinden sich in einer anderen Ausgangssituation als wir. Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand – und genau das macht sie gefährlich. In solchen Momenten spielen Mannschaften oft freier auf, weil der Druck vermeintlich geringer ist. Der Druck liegt aktuell ganz klar bei uns, und damit müssen und werden wir umgehen.
Hinzu kommt, dass unser Kader derzeit etwas dünn besetzt ist. Gerade in einer englischen Woche sind die Möglichkeiten zur Rotation dadurch eingeschränkt. Umso mehr kommt es jetzt auf Zusammenhalt, Wille und die richtige Einstellung an.
Rosenberg nehme ich sehr ernst. Ich kenne die Mannschaft und vor allem die Führungsspieler um Breitinger, Löw, Volk und Pasour sehr gut, da ich diese schon selbst trainieren durfte. Ich weiß genau, welche Qualität und Mentalität dort vorhanden ist – genauso wie bei den jüngeren Spielern im Team.
Für mich persönlich ist es zudem immer etwas Besonderes, „zu Hause“ zu spielen. Ich freue mich auf viele bekannte Gesichter auf und neben dem Platz.
Über das Spiel gegen Neunkirchen machen wir uns am Donnerstag ab 20 Uhr Gedanken, oder vielleicht auch etwas später (ein Mannschaftsabend steht an 😊) .
Sportliche Grüße an alle!
Wie immer, vielen Dank für Deine/eure Antworten,
mögen wir möglichst wenige Ostereier in unser Tor bekommen
und stets eines mehr in das des Gegners legen –
viel Erfolg bei den Spielen gegen Rosenberg und Neunkirchen!
Gruß
